Handball

Handball-Badenliga Nach der schwachen Leistung in Viernheim will die Mannschaft von Trainer Marco Dubois Wiedergutmachung betreiben

Friedrichsfeld ist Fans einen Heimsieg schuldig

Mannheim.„Wir wollen unsere Heimstärke zeigen.“ Das sagt Marco Dubois, Trainer des Handball-Badenligisten TV Friedrichsfeld, vor der Partie am Samstag (19 Uhr) gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen II in die Lilli-Gräber-Halle.

Eine Woche nach der 21:34-Schlappe im Derby beim TSV Amicitia Viernheim erwartet der Coach die passende Reaktion: „In Viernheim war ich nicht zufrieden. Die Einstellung hat mir nicht gefallen. Das ist aber abgehakt“, sagt Dubois.

Am Dienstag im Training wurde die Niederlage noch einmal besprochen, dann aber ein Haken dran gemacht. „Es macht keinen Sinn, zurückzublicken. Fakt ist, dass wir in dieser Runde zu Hause stark spielen und eine tolle Stimmung im Team herrscht. Das soll wieder zum Tragen kommen“, ist auch TVF-Sprecher Florian Kuhn überzeugt, dass sich die Friedrichsfelder wieder von ihrer besten Seite präsentieren. „Das sind wir auch unseren Fans schuldig, die uns nach Viernheim begleitet haben und die wir dort schon enttäuscht haben“, so Kuhn.

Allerdings warnt Kuhn ebenso wie Dubois davor, die HG Oftersheim/Schwetzingen II auf die leichte Schulter zu nehmen: „Sie werden top eingestellt zu uns kommen und wollen uns die erste Heimniederlage der Saison beibringen“, hat Kuhn Respekt vor der Drittliga-Reserve: „Das ist wie immer auch eine gewisse Wundertüte. Man weiß nie, ob Spieler von oben aushelfen werden. Das sehen wir erst, wenn wir am Samstag in die Halle kommen.“ Bislang hat Oftersheim/Schwetzingen – ähnlich wie der TVF – wenig konstant gespielt. Mit 7:13 Punkten belegt die HG Rang elf und ist nur zwei Zähler vor Schlusslicht Leutershausen II. Friedrichsfeld hat dank seiner Heimstärke 10:10 Punkte auf dem Konto und ist Siebter. „Jetzt müssen wir zu Hause wieder vorlegen, um dann irgendwann auch mal auswärts den Bock umzustoßen“, fordert Kuhn.

Heddesheim ohne Druck

Mit Rückenwind fährt die SG Heddesheim am Sonntag zum Angstgegner: Um 18 Uhr ist das Team von Trainer Martin Doll bei der punktgleichen SG Stutensee-Weingarten (3., 12:8 Punkte) gefordert. „Wir fahren ohne Druck dorthin. Das ist schon so etwas wie unser Angstgegner, aber natürlich wollen wir nach der starken Leistung am vergangenen Wochenende nachlegen“, erklärt der Sportliche Leiter der SGH, Thomas Schmied.

Zur Erinnerung: Trotz personeller Probleme gewannen die Nordbadener gegen den bisherigen Spitzenreiter Knielingen mit 26:21. „Das war richtig stark und nicht zu erwarten“, so Schmied, der seine Mannschaft mit 12:8 Punkten und Platz vier „absolut im Soll“ sieht. „Schließlich haben wir nur vier Rückraumspieler zur Verfügung, die Langzeitverletzten Nicola Pugar und Martin Doll fehlen“, erläutert der Sportliche Leiter. Immerhin kommt Kreisläufer Martin Geiger nach seiner Verletzung wieder besser in Form. „Damit haben wir eine ganz wichtige Alternative mehr zur Verfügung.“

Einen weiteren Schritt nach vorn will der TSV Amicitia Viernheim machen, steht beim TV Knielingen allerdings vor einer hohen Hürde. „Wir kommen aber immer besser in Schwung, was ja auch der Derbysieg gegen Friedrichsfeld gezeigt hat“, betont Ralf Schaal, Sportlicher Leiter der Südhessen. Ein Schlüssel zum Sieg wird sein, wie Viernheim Sven Walther in den Griff bekommt: Der Rückraumspieler trug selbst schon das Trikot des TSV Amicitia und blüht seit der Rückkehr zu seinem Stammverein regelrecht auf. Er ist die spielbestimmende Person im Rückraum des TVK.