Handball

Deutschland Kreisläufer aus dem Kader gestrichen

Golla muss zusehen

Archivartikel

Trondheim.Die Ausgangslage ist klar, auch wenn Bundestrainer Christian Prokop inständig warnt. Im Auftaktspiel der Handball-Europameisterschaft in Norwegen, Schweden und Österreich ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) an diesem Donnerstag (18.15 Uhr/ZDF) klarer Favorit gegen den EM-Debütanten Niederlande. Der Bundestrainer spricht vor dem Duell in Trondheim zwar von einem Gegner, der sich gut entwickelt habe, was ja in gewisser Weise auch stimmt. Dennoch qualifizierte sich das Oranje-Team aber auch nur, weil es von einer Aufstockung des Turniers von 16 auf 24 Mannschaften profitierte und sich als einer der besten Gruppendritten die Teilnahme sicherte. Vor Estland und hinter Lettland, dem nächsten EM-Neuling und dritten deutschen Vorrundengegner am nächsten Montag. Kurzum: Wenn Prokops Mannschaft am Donnerstag gegen den krassen Außenseiter nicht permanent in doppelter Unterzahl agiert oder gar in ihrer Kabine eingeschlossen wird, verlassen die Deutschen das 8000 Zuschauer fassende „Spektrum“ als Sieger.

Spielerwechsel möglich

Gar nicht auf dem Feld wird indes Johannes Golla stehen. Der Kreisläufer wurde als letzter Spieler von Prokop aus dem Aufgebot gestrichen, verbleibt aber bei der Mannschaft. In Vor-, Haupt- und Endrunde kann jedes Team jeweils bis zu zwei Profis tauschen.

„Ich habe mich für mehr Variabilität im Rückraum entschieden. Wir werden Golla in diesem Turnier aber noch sehen“, sagte Prokop bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Trondheimer Teamhotel Scandic Lerkendal und wurde dann doch noch etwas mutiger: „Es ist kein Geheimnis, dass wir in dem Spiel der Favorit sind. Wenn wir unsere Leistung voll abrufen, dann haben wir auch sehr gute Chancen, dieses Spiel zu gewinnen.“

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