Handball

Handball-Badenliga SG Heddesheim reist mit viel Selbstvertrauen nach Pforzheim

Gut gelaunt in die Goldstadt

Archivartikel

Heddesheim.Am Samstag geht die englische Woche für die Handballer der SG Heddesheim zu Ende. Doch schon vor der Partie um 20 Uhr bei der SG Pforzheim/Eutingen II kann man im Lager der Nordbadener von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Drei Spiele, drei Siege – am Donnerstag ein überzeugendes 27:20 (11:6) gegen die HSG St. Leon/Reilingen –, sorgen für gute Stimmung beim Badenligisten.

„Das nötige Selbstvertrauen sollte nach den ersten Siegen und der Leistung gegen Pforzheim vorhanden sein. Entsprechend rechnen wir uns auch in diesem schweren Auswärtsspiel in St. Leon eine Siegchance aus“, meinte SGH-Pressesprecher Theo Geiger mit Blick auf die Partie in der Goldstadt.

Erneut nur auf der Bank Platz nehmen wird Spielertrainer Martin Doll, der an einer Knieverletzung laboriert. Sein Fehlen wurde im Nachholspiel am Donnerstag mit einer feinen Mannschaftsleistung kompensiert und das sollte auch am Samstag der Schlüssel zum Erfolg sein.

In der ersten Viertelstunde stotterte der Motor der Gastgeber noch etwas, St. Leon – mit zwei Siegen in die Runde gestartet – führte mit 5:3 (15.), ehe ein beeindruckender 6:0-Lauf die 9:5-Führung für Heddesheim bedeutete (23.), die kurz nach dem Seitenwechsel sogar auf sechs tore anwuchs (12:6, 33.). Doch die Gäste waren noch nicht geschlagen, kamen auf 12:14 heran (41.), ehe sich die Doll-Sieben mit sehenswerten Treffern wieder Luft verschaffte. Immer wieder gelangen der SGH spielerische Lösungen, mit denen St. Leon/Reilingen auf Distanz gehalten wurde. Auch von einer offenen Manndeckung in der hektischen Schlussphase ließ man sich nicht mehr beirren und behielt die Punkte in der Nordbadenhalle.

SGH: Kolander, Mzyk – Skade, Geiger (1), Simoni, Walzenbach (5), Kettner (2), Lierz (7), Hindrichs (1), Bauer (2), Karpstein (5/1), Schwechheimer, Badent (4/2).

Friedrichsfeld nur Außenseiter

„Wir freuen uns auf dieses Spiel“, meint Florian Kuhn, Sprecher des TV Friedrichsfeld, vor dem Auswärtsspiel am Samstagabend beim TSV Birkenau. „Die Halle wird sicherlich wieder voll sein, die Stimmung gut und wir haben rein gar nichts zu verlieren.“ Tatsächlich ist Birkenau in diesem Jahr Titelaspirant, während Friedrichsfeld als Ziel den vorzeitigen Klassenerhalt ausgegeben hat. Dass beide derzeit mit 4:2 Punkten Seite an Seite im Klassement stehen, ist nur eine Momentaufnahme.

„Birkenau hat schon eine richtig starke Mannschaft beisammen“, hat Kuhn Respekt vor den Odenwäldern, zu denen man aber ein freundschaftliches Verhältnis pflegt: In den Sommermonaten war die Lilli-Gräber-Halle wegen Renovierungsarbeiten gesperrt, so dass die TVF-Handballer bei anderen Vereinen unterkommen mussten und unter anderem in Birkenau aufgenommen wurden. „Da wurde uns sehr geholfen“, erklärt Kuhn.

Aber auch Birkenaus Coach Axel Buschsieper hat Respekt vor Friedrichsfeld: „Das ist eine ganz unangenehme Mannschaft. Wir wollen aufs Tempo drücken und uns dadurch einen Vorteil erarbeiten“, erklärt der ehemalige Friesenheimer Bundesliga-Spieler.