Handball

Handball Liga zieht positive Bilanz des Saisonstarts

HBL hofft auf Lockerungen

Archivartikel

Köln.Der geglückte Saisonstart in der Handball-Bundesliga befeuert die Zuversicht der Branche auf ein wirtschaftliches Überleben in der Corona-Krise. Nach dem reibungslosen Auftakt vor Zuschauern – nur in Mannheim gab es ein Geisterspiel – sieht sich die Liga in ihrem Konzept bestätigt und hofft zeitnah auf weitere Erleichterungen für die Vereine. „Organisatorisch war alles in Ordnung. Darauf können wir aufbauen und der Politik beweisen, dass wir das gut können“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Ende Oktober erwartet der 55-Jährige von der Politik „noch einmal eine bundesweite Empfehlung. Wir werden bis dahin weiter unsere Hausaufgaben machen“, sagte Bohmann und fügte an: „Es wird natürlich auf die Pandemie-Lage ankommen, ob es dann weitere Erleichterungen gibt. Aber es scheint fast so, als würden Großveranstaltungen nicht das einzige Problem sein.“

Besonders hart trifft es momentan die Rhein-Neckar Löwen. Nachdem die Stadt Mannheim einzelne Elemente des Hygienekonzepts für die SAP Arena abgelehnt hat, dürfen die Löwen vorerst nicht vor Zuschauern spielen. „Das ist ganz, ganz bitter“, klagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann gegenüber dieser Redaktion. Einschränkungen gibt es auch bei den Eulen Ludwigshafen, die nur 500 Fans statt der avisierten 1000 genehmigt bekommen haben. „Damit kann man nicht mal den Sicherheitsdienst bezahlen“, sagte Bohmann. „Es ist so, dass in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die lokalen Gesundheitsbehörden übermäßig streng vorgehen. In den beiden Bundesländern ist es schwer, etwas produktiv umzusetzen.“ dpa