Handball

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld will im Duell mit Spitzenreiter TSV Birkenau die Festung Lilli-Gräber-Halle verteidigen

Heimstärke gegen Extraklasse

Mannheim.Es ist das Spiel zweier Mannschaften, die vor Selbstvertrauen nur so strotzen: Auf der einen Seite der TV Friedrichsfeld, der in der heimischen Lilli-Gräber-Halle noch keinen Punkt abgeben musste, auf der anderen Seite der TSV Birkenau, der als souveräner Tabellenführer der Handball-Badenliga den Aufstieg in die Oberliga vor Augen hat. Am Samstagabend kommen die Odenwälder nach Friedrichsfeld und wollen dem Team von Trainer Marco Dubois die ersten Zähler auf eigenem Parkett abknöpfen.

„Birkenau hat sich in dieser Runde viel Selbstvertrauen verschafft. Sie führen zurecht die Tabelle an und spielen den stabilsten Handball“, hat TVF-Sprecher Florian Kuhn Respekt vor dem Primus, der trotz eines Drei-Punkte-Abzugs wegen fehlender Schiedsrichter schon drei Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz hat. Aber er schiebt nach: „Wir haben zu Hause auch ein Selbstverständnis. Wir wollen unsere Serie fortsetzen und ohne Punktverlust bleiben.“

Dass sein Team auswärts noch kein Bein auf den Boden bekommen hat, scheint vor dem Heimspiel gegen Birkenau weit entfernt. „Heim- und Auswärtsspiele sind für uns ein riesiger Unterschied“, gibt Kuhn zu: „Das liegt natürlich auch am Harzverbot in unserer Halle, womit die Gegner nur schwer zurechtkommen – und gleichzeitig haben wir dadurch auswärts unsere Probleme.“

Birkenau reist mit Respekt an

Auch die Odenwälder haben Respekt vor der Aufgabe in Friedrichsfeld, aber nicht nur wegen des fehlenden Klebemittels. Spielertrainer Sascha Höhne sieht den TVF als „gestandene, starke Mannschaft“ an, die vor allem eine starke Deckung stellt. Gerade die Abwehr muss gegen Birkenau stehen, wenn die starken Individualisten im Kader der Gäste in den Griff bekommen werden sollen. Zudem muss Friedrichsfeld, das in Bestbesetzung antreten kann, ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen, um das gefährliche Konterspiel zu unterbinden. „Es ist das schwerste Spiel der Saison, aber wir sind heiß darauf, zu Hause unsere Klasse zu zeigen“, erklärt Kuhn.

Ein ausgeglichenes Punktekonto mit 16:16 Zählern hat sich der TSV Amicitia Viernheim durch die jüngsten Siege gegen Leutershausen und St. Leon erarbeitet. Jetzt erwarten die Südhessen den nur einen Punkt weniger aufweisenden TV Hardheim. „Das ist ein schweres Spiel gegen einen direkten Konkurrent“, sagt Viernheims Trainer Christian Müller: „Wenn wir gewinnen, haben wir erstmal etwas Luft zu den hinteren Plätzen.“ Zudem hat der TSV Amicitia etwas gutzumachen: Das verlegte Hinspiel war am 11. Januar die erste Partie des neuen Jahres, beim 30:34 präsentierte sich Viernheim nicht so, wie es Müller sich wünscht: „Da haben wir uns nicht von unserer besten Seite gezeigt.“

Wie stark Hardheim spielen kann, musste am vergangenen Wochenende die SG Heddesheim erkennen: Mit 22:31 ging das Team von Trainer Martin Doll dort unter, will nun im Heimspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen II aber in die Erfolgsspur zurück. Und auch die Heddesheimer wollen Revanche für eine Hinspielniederlage: In der Goldstadt unterlag die Doll-Sieben im Oktober deutlich mit 27:34. Aber damals hatte die SGH noch mit personellen Problemen zu kämpfen, inzwischen hat sich die Situation deutlich entspannt.

Zum Kellerduell muss die SG Leutershausen II am Samstag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen II ran. Im Vergleich der beiden Drittliga-Reserven steht die SGL unter Druck, will man die Chance auf den Klassenerhalt am Leben halten.