Handball

Handball-Badenliga Friedrichsfeld bezwingt Stutensee, Viernheim besiegt Plankstadt

Helbig schlägt sechs Mal zu

Archivartikel

Mannheim.Nein, eine spielerische Glanztat war es wahrlich nicht. Aber es war erfolgreich, was die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld am Samstagabend im Heimspiel gegen die SG Stutensee-Weingarten auf die Platte brachten. Mit 25:23 (13:15) gewann das Team von TVF-Trainer Marco Dubois und zog in der Tabelle sogar dank des besseren direkten Vergleichs am Kontrahenten vorbei, ist neuer Achter. „Das Wichtigste waren die beiden Punkte. Unterm Strich stand ein Arbeitssieg. Wir haben uns in die Partie hineingekämpft und uns den Erfolg dadurch verdient“, bilanzierte Friedrichsfelds Sprecher Florian Kuhn.

Die erste Hälfte war recht zerfahren. Nach dem 3:2 (4.) gerieten die Gastgeber nach zehn Minuten mit 3:6 in Hintertreffen. Mit einem eigenen 5:0-Lauf drehte die Dubois-Sieben das Resultat dann zum 8:6 (17.), um beim 8:10 fünf Minuten später wieder mit zwei Treffern hintenzuliegen. Erst danach stabilisierte sich die Partie, die Ballverluste des TVF reduzierten sich und auch die Deckung bekam einen besseren Zugriff. Ganz wichtig dann die Phase nach dem 19:20, als Friedrichsfeld vier Treffer in Folge zum 23:20 (52.) markierte. „Das gab Rückenwind“, so Kuhn. Nach dem 24:23 erlöste Neuzugang Raimonds Trifanovs mit einem verwandelten Strafwurf zum 25:23 14 Sekunden vor dem Ende seine Mannschaft. „Wir haben damit wichtiges Selbstvertrauen gesammelt“, unterstrich Kuhn.

TSV A. Viernh. – Plankstadt 28:26

„Diese Partie mit diesem Verlauf hätten wir in der Hinrunde noch nicht gewonnen“, war Viernheims Trainer Frank Herbert überzeugt. „Das Team nimmt eine sehr gute Entwicklung.“ Herberts Taktik, den Gegner mit einer 5:1-Deckung zu überraschen, ging auf. Den Gästen gelangen bis zur 22. Minute nur zwei Treffer (7:2), allerdings versäumten es die Südhessen, sich mit einer besseren Chancenverwertung eine deutliche Führung zu erspielen. „Was aber unser Innenblock mit König, Herbert und Oswald geleistet hat, war überragend“, lobte Herbert. „Wir hätten zur Pause schon wesentlich deutlicher führen müssen als mit 9:7.“ So kam es dann aber, wie es kommen musste: Nach dem 14:9 geriet der TSV Amicitia gegen die nun offensive 3-2-1-Deckung Plankstadts ins Stocken, zudem häuften sich die Zeitstrafen, was zum 14:14-Ausgleich führte (40.).

Viernheim behielt aber die Nerven, konterte zum 17:14 und verteidigte diesen Vorsprung „mit tollem Kampf und guter Moral“, so Herbert, der zudem die Torhüterleistung von Patrick Koch lobte, „der einen sehr guten Tag erwischte“. Herbert selbst hatte aber auch ein glückliches Händchen: Er brachte in der zweiten Hälfte Robin Helbig auf Rechtsaußen, der am Ende mit einer tollen Quote auf sechs Treffer kam. me