Handball

Handball-Landesliga Groß-Rohrheims Trainer relativiert den Fehlstart in die Saison und nimmt seine Mannschaft im Spiel gegen Fürth/Krumbach in die Pflicht

Holdefehr: „Jetzt gilt es für uns“

Groß-Rohrheim.Dass in der Landesliga ein anderer Wind weht, dass mussten die Handballer des TV Groß-Rohrheim bereits erkennen: Nach dem Durchmarsch aus der A-Liga durch die Bezirksoberliga direkt in die Landesliga hat der TVG bislang zwei deftige Niederlagen kassiert. Für Trainer Sascha Holdefehr aber noch lange kein Grund, Trübsal zu blasen, wie er im Interview erklärt.

Herr Holdefehr, zwei Spiele haben Sie mit Ihrem Team inzwischen in der Landesliga absolviert und dabei zweimal deutlich verloren. Hatten Sie damit im Vorfeld gerechnet?

Sascha Holdefehr: Ganz überraschend kam das nicht. Dass wir mit 0:4 Punkten starten würden, das war angesichts der Stärke der Gegner aus Hanau und Gelnhausen schon eingeplant. Die Deutlichkeit schmerzt allerdings schon etwas.

Dabei sah es doch in den ersten Hälften jeweils gut aus?

Holdefehr: Ja, tatsächlich. Sowohl bei der 28:40-Niederlage in Hanau als auch beim 16:30 in Gelnhausen waren wir eine Hälfte lang gut dabei. In Hanau hätten wir mit etwas Glück sogar mit einer Führung in die Pause gehen können.

Wie sind dann die deutlichen Niederlagen zu erklären?

Holdefehr: In erster Linie sind die Einbrüche in der zweiten Hälfte unserer personellen Situation geschuldet. Sebastian Haas fehlt uns schon sehr und man muss abwarten, wie sich seine Knie-Verletzung entwickelt. Es ist noch nicht klar, ob er operiert werden muss. Und dann fiel ja auch jeweils noch Andreas Ochs für die zweiten Hälften aus. In Hanau bekam er in der 40. Minute die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte, in Gelnhausen konnte er nach einem schmerzhaften Pferdekuss nicht mehr spielen. Wenn beide nicht dabei sind, fehlt uns schon einiges an Erfahrung.

Der Rest kann nicht in die Bresche springen?

Holdefehr: So würde ich es nicht sagen. Aber klar ist, dass die Beiden mit ihrer Erfahrung schon für eines besondere Qualität sorgen. Wenn ich aber beispielsweise einen Till Haas nehme, so hat er auch gute Leistungen gezeigt und sich zuletzt auch sehr gut entwickelt. Auch Alexander Anthes oder unsere jungen Spieler machen ihre Sache gut, sind aber noch nicht ganz so weit. Man darf aber auch nicht vergessen: Wir haben bislang gegen zwei Mannschaften gespielt, die Meister werden wollen.

Hat der fehlende Spielrhythmus auch eine Rolle gespielt? Schließlich standen in vier Wochen nur zwei Spiele an?

Holdefehr: Normalerweise hätte ich auch gesagt, dass es nicht ideal ist, zwischen den ersten Spielen immer wieder eine Pause zu haben. Aber angesichts unserer angeschlagenen Spieler kam uns das diesmal gerade recht.

Am Sonntag kommt es nun zum kreisinternen Duell mit der HSG Fürth/Krumbach, was zugleich das erste Heimspiel sein wird. Wie ist die Ausgangslage?

Holdefehr: Für uns geht es jetzt los. Fürth ist sicherlich der erste Gegner, der unsere Kragenweite hat. Sie sind mit 0:6 Punkten gestartet und entsprechend gilt es für uns jetzt. Die Punkte wollen wir behalten. Fürth ist aber dennoch gefährlich und keinesfalls zu unterschätzen. Sie haben einige erfahrene Spieler wie Patrick Dreier, auf die wir achten müssen. Aber wir haben gut trainiert und werden bestens vorbereitet sein.

Die beiden deutlichen Niederlagen sind also verarbeitet?

Holdefehr: Auf jeden Fall. Sie kamen ja nicht völlig überraschend. Dass in der Landesliga ein guter Handball gespielt wird, wussten wir und haben wir jetzt auch gleich deutlich gezeigt bekommen. Aber die Stimmung ist dennoch gut. Wir haben in der spielfreien Woche sehr gut trainiert, am Donnerstag sogar mit einer richtigen Belastungsspitze und alle ziehen mit.

Das bedeutet, dass das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz bestehen bleibt?

Holdefehr: Natürlich. Ich werde nach zwei Spielen sicherlich nicht unser Ziel revidieren. Wir wissen, was wir leisten müssen, wissen aber auch, dass es schwer wird. Viel wird natürlich davon abhängen, wie sich die personelle Situation entwickelt. Gegen Fürth wird Andreas Ochs wieder dabei sein, Manuel Kohls Einsatz ist noch offen. Aber wir werden alles daran setzen, in der Bürgerhalle die Punkte zu behalten. me

Das Interview wurde persönlich geführt und Sascha Holdefehr hat auf eine Autorisierung verzichtet.