Handball

Handball-Badenliga, Frauen 37:22-Kantersieg bei der HG Saase

HSG holt sich Tabellenführung

Mannheim.Die HG Saase machte dem Badenliga-Spitzenreiter das Leben schwer, aber letztlich setzten sich die Handballerinnen der HSG Mannheim doch noch souverän mit 37:22 (16:11) durch. „Das Ergebnis trügt etwas. Das war heute wirklich nicht der beste Handball, den wir spielen können“, meinte HSG-Trainer Siggi Oetzel. „Schön war es nicht unbedingt anzusehen.“

Das lag vor allem daran, dass die junge HG-Mannschaft den Favoriten immer wieder mit wechselnden Abwehrformationen unter Druck setzte. Das Team von Trainer Carsten Sender wechselte zwischen offensiven Varianten, Manndeckung oder ließ sich auch mal defensiv zurücksinken. Die Seckenheimerinnen standen dadurch immer wieder vor neuen Aufgaben und agierten häufig zerfahren, leisteten sich ungewohnt viele technische Fehler und überhastete Würfe.

Kral-Meinhardt erwischt Sahnetag

Mannheim erwischte zwar einen Blitzstart und führte 4:0 (6.) sowie 6:2 (8.), aber danach kam Saase auf 6:5 heran und hätte nicht HSG-Torhüterin Sarah Kral-Meinhardt einen Sahnetag erwischt und zahlreiche gute Chancen Saases zunichtegemacht – die Partie wäre wohl viel länger eng geblieben.

„Aber Sarah hat uns den Rücken freigehalten. Sie war richtig gut“, lobte Oetzel. Gestützt auf die Keeperin setzte sich die HSG auf 14:7 ab und ging mit einem sicheren 16:11 in die Pause.

Im zweiten Abschnitt machten sich mit zunehmender Dauer die größere Routine und auch die größeren Kraftreserven bei den Gästen bemerkbar. Von 23:17 (42.) erhöhte Mannheim auf 31:19 (52.) und weiter bis zum 37:22-Endstand.

Durch diesen Derby-Sieg sind die Seckenheimerinnen nun neuer Tabellenführer, liegen mit 22:4 Punkten einen Zähler vor dem schärfsten Konkurrenten SG Nußloch (21:5). Doch Oetzel bleibt dabei, dass seine Mannschaft von Spiel zu Spiel schauen muss: „Am kommenden Wochenende haben wir das Heimspiel gegen den Tabellendritten TSG Wiesloch. Das wird schon eine echte Herausforderung und solche Nachlässigkeiten wie gegen Saase dürfen wir uns da nicht erlauben.“