Handball

Handball-Badenliga, Frauen Klarer Derbysieg gegen Viernheim untermauert die Ansprüche der Seckenheimerinnen

HSG setzt erstes Ausrufezeichen

Archivartikel

Mannheim.„Das war ein gelungener Start. So kann es weitergehen.“ Caroline Vreden, Spielführerin der HSG Mannheim, freute sich nach dem klaren 31:21 (13:8)-Derbysieg zum Saisonstart in der Frauenhandball-Badenliga gegen den TSV Amicitia Viernheim.

Die Erleichterung bei den Seckenheimerinnen war groß, da nach dem bitteren Oberliga-Abstieg niemand wusste, wo das Team steht. Zudem fehlte der neue Coach Siggi Oetzel, der in einem langen vor seinem Amtsantritt gebuchten Urlaub weilt. Dass auch Anne Wild und Nadine Titze ausfielen, machte die Aufgabe nicht leichter.

Doch die „Ersatztrainerin“ Anke Schalk sah eine überzeugende Vorstellung ihrer Mannschaft, bei der Caro Spilger – viele Jahre unter ihrem Mädchennamen Trummer eine absolute Leistungsträgerin – bei ihrem Comeback gleich drei Treffer markierte. Darüber hinaus zeigten die Torhüterinnen Sarah Kral-Meinhardt (erste Hälfte) und Stella Gundeau (nach der Pause) starke Leistungen und hielten den mannschaftlich geschlossen auftretenden Mannheimerinnen den Rücken frei.

Nach dem 3:2 kam der Favorit allmählich ins Rollen, während die Viernheimerinnen mit ihrer Chancenverwertung haderten. Über 9:4 und 13:7 setzte sich Mannheim auf 20:8 (37.) ab und sorgte damit für die Vorentscheidung. Die Gäste hielten zwar dagegen, verkürzten auf acht Tore (22:14, 47.), aber an eine Wende war nicht mehr zudenken. Dafür leistete sich das Team von Trainerin Stefanie Dietrich zu viele Unkonzentriertheiten.

Nach dem Kantersieg zum Start strahlte auch die zwölffache HSG-Torschützin Nathalie Schützdeller: „Wir haben gleich gezeigt, dass wir um den Aufstieg mitspielen wollen, dass wir dieses Ziel erreichen können. Es war ein guter Start, auch wenn wir ganz bestimmt noch Luft nach oben haben.“ Sie lobte auch die „Aushilfstrainerin“ Anke Schalk: „Sie hat das wirklich gut gemacht und uns wertvolle Tipps gegeben.“

Rintheim – SG Heddesheim 25:35

„Ich bin sehr zufrieden. Das hat mein Team gut gelöst“, freute sich Heddesheims Trainer Torsten Edinger über den Auftaktsieg. Gestützt auf eine starke Jennifer Jung im Tor erwischte die SGH einen guten Start. „Jede Spielerin hat ihre Aufgabe erfüllt und sich auch in die Torschützenliste eingetragen“, stellte der Coach eine „sehr homogene Leistung“ heraus. Rintheim hielt in der ersten Viertelstunde noch mit, ehe sich Heddesheim auf 14:9 (19.) und kurz nach der Pause auf 22:13 (33.) absetzte. „Danach haben wir immer souverän geführt“, musste Edinger nicht mehr um die Punkte bangen.

SG Nussloch – HG Saase 27:25

Die Rumpftruppe aus Saase verkaufte sich beim Oberliga-Absteiger teuer, auch weil Torhüterin Johanna Meyer „in blendender Verfassung“ war, wie Trainer Carsten Sender lobte. „Am Ende fehlten die Körner, um einen Punkt mitzunehmen. Aber es war ein achtbares Ergebnis“, meinte Sender mit Blick auf die Besetzung mit neun Feldspielerinnen, von denen einige angeschlagen waren.