Handball

Handball-Badenliga, Frauen Seckenheimerinnen ziehen beim 26:18 gegen Brühl nach der Pause das Tempo an

HSG zeigt gewünschte Reaktion

Archivartikel

Mannheim.Es war sicher nicht die beste Leistung, die die HSG Mannheim bislang in der Frauenhandball-Badenliga gezeigt hat, aber sie reichte zum Sieg: In eigener Halle bezwang das Team von Trainer Siggi Oetzel den TV Brühl mit 26:18 (10:8). Damit zeigten die Seckenheimerinnen im ersten Spiel nach dem bitteren Vier-Punkte-Abzug wegen des Einsatzes einer nichtspielberechtigten Spielerin die Reaktion, die sich Oetzel erhofft hatte.

Die HSG erwischte einen Blitzstart, führte nach 10 Minuten mit 5:1, und war beim 10:4 (24.) eigentlich schon auf der Siegerstraße. „Leider haben wir uns danach das Leben selbst schwergemacht“, fand die Sportliche Leiterin Laura Kettling: „Da waren zu viele Ballverluste und Passfehler. Obwohl unsere 6:0-Deckung eigentlich gut stand, kassierten wir einige Gegentreffer durch Strafwürfe Brühls.“

Bis auf 9:10 und 10:11 (33.) kam Brühl heran, doch dann ging wieder ein Ruck durch das HSG-Team. Trotz phasenweiser Unterzahl zog Mannheim auf 16:10 (40.) davon und sorgte damit für die Vorentscheidung. „Danach haben wir uns nicht mehr aus dem Konzept bringen lassen, sondern mit gutem Tempo unser Spiel durchgezogen“, lobte Kettling. „Schön war auch, dass wir sowohl im Gegenstoß als auch im Positionsangriff unsere Tore machen konnten“, fand die Sportliche Leiterin.

SG Heddesheim – Wiesloch 23:32

Nur eine Hälfte konnten die Heddesheimerinnen das Spiel offen gestalten, dann verloren sie völlig den Faden und verloren „verdient“, wie ihr Trainer Torsten Edinger meinte. „Wir haben es leider wieder nicht geschafft, in der zweiten Hälfte dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Besonders in der Deckung fanden wir nach der ordentlichen ersten Hälfte überhaupt keinen Zugriff mehr“, bemängelte der Coach.

Im ersten Abschnitt entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, wobei meist Wiesloch vorlegte und immer wieder im Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis zum Erfolg kam. „Das wollten wir nach der Pause in den Griff bekommen, standen dann aber völlig neben uns“, musste Edinger mit ansehen, wie seine Spielerinnen mit überhasteten Aktionen vom 15:16 (38.) bis auf 16:21 (44.) und weiter zum 20:29 (54.) ins Hintertreffen gerieten.

TSV A. Viernheim – HG Saase 33:35

In einem tempo- und torreichen Derby fehlte den Viernheimerinnen in der Schlussphase das nötige Glück, um ein durchaus verdientes Unentschieden zu erreichen.

Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start, führten auch dank der doppelten Deckung gegen die HG-Spielerinnen Antonia Grössl und Florine Sender zwischenzeitlich mit sechs Toren (14:8, 17:11), gerieten dann aber im zweiten Abschnitt ins Hintertreffen und liefen in der Schlussphase erfolglos einem knappen Rückstand hinterher. „Das war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften mit einer riesigen Willensleistung von uns“, bilanzierte HG-Trainer Carsten Sender.