Handball

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld nach dem 26:15 gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen II zuhause weiter ungeschlagen / SGH trotzt Personalproblemen

In eigener Halle eine völlig andere Mannschaft

Mannheim.Da war sie wieder, die Heimstärke des TV Friedrichsfeld: Eine Woche nach der bitteren 21:34-Schlappe beim TSV Amicitia Viernheim fertigte der TVF nun die HG Oftersheim/Schwetzingen mit 26:15 (12:9) ab und bleibt in der Lilli-Gräber-Halle unbezwingbar.

„Das war wieder ein gutes Spiel von uns“, fand Friedrichsfelds Sprecher Florian Kuhn nach dem Sieg gegen die auf den drittletzten Rang abgerutschten Oftersheimer. Der TVF hat sich indes dank des sechsten Heimsiegs wieder ein positives Punktekonto verschafft (12:10) und sich auf Rang fünf verbessert. Am kommenden Wochenende wartet wieder ein Auswärtsspiel auf Friedrichsfeld: Beim Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim. „Vielleicht ist das der richtige Auswärtsgegner für uns. Dort erwartet niemand etwas von uns und vielleicht gelingt uns gerade aus dieser Position heraus eine Überraschung“, hofft Kuhn, dass die Leistung der Heimspiele endlich auch einmal in der Fremde gezeigt werden kann.

Die Friedrichsfelder begannen stark, standen in der Deckung sicher und nahmen die Partie gleich in die Hand. Erst nach dem 7:2 (10.), als Oftersheim konsequent mit dem siebten Feldspieler agierte, wurde es kurzzeitig spannend. „Dann haben wir uns aber auch schnell darauf eingestellt“, freute sich TVF-Trainer Marco Dubois, dass diesmal die Verteidigung gegen den siebten Feldspieler „richtig gut“ funktionierte. Beim Stand von 10:9 (27.) schnappten sich die Gastgeber mit einer aufmerksamen Defensive zweimal den Ball und legten zur Pause drei Tore und unmittelbar danach beim 15:9 sogar sechs Treffer vor.

„Von da an lief es sehr gut“, sagte Dubois, der danach nicht mehr um die Punkte zittern musste. Die Deckung stand sicher und da diesmal auch das Umschaltspiel gut klappte, hatte Oftersheim keine Chance: „Unsere erste und zweite Welle liefen sehr gut“, lobte Dubois „eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung“.

Stutensee-W. – Heddesheim 20:30

Die Heddesheimer trotzten allen personellen Problemen und feierten ihren zweiten Sieg in Folge. Und das bei einem Gegner, der seine jüngsten vier Spiele gewonnen hatte und zu Hause noch gar nicht verlor. Den Ausschlag gab ein diszipliniertes Auftreten in Angriff und Abwehr gleichermaßen. Zudem präsentierten sich Marlon Lierz und Philipp Badent in bestechender Form.

Nachdem Stutensee in der ersten Hälfte noch halbwegs Schritt hielt, sorgte Heddesheim nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung: Von 15:11 erhöhte das Team von Trainer Martin Doll auf 18:11 (35.) und weiter auf 21:12 (40.) Trotz der deutlichen Gäste-Führung wurde es in der Schlussviertelstunde noch einmal hektisch mit Zeitstrafen auf beiden Seiten. Aber den Sieg ließen sich die Heddesheimer nicht mehr nehmen, und führten nach dem 13. Treffer von Badent kurz vor der Schlusssirene sogar mit elf Toren.

Plankstadt – SG Leutersh. II 34:21

Der Aufsteiger von der Bergstraße ist weiter außer Tritt und durch die deutliche Niederlage im Kellerduell nun alleiniges Schlusslicht. Zwar zeigten die Torhüter Jonas Haslinger und Krisztián Szél gute Leistungen, wurden aber von ihrer Deckung allzu häufig im Stich gelassen.

Knielingen – TSVA Viernheim30:29

Ausgerechnet der ehemalige TSV-Amicitia-Spieler Sven Walther besiegelte mit der Schlusssirene die Niederlage der kämpferisch und spielerisch starken Viernheimer. Es war ein Duell auf Augenhöhe mit mehrfach wechselnden Führungen, wobei Knielingen – nach Minuspunkten Tabellenführer – meist knapp vorlegte, die Südhessen aber nie abschütteln konnte.