Handball

Handball-Badenliga, Frauen HSG Mannheim fährt bei der SG Heddesheim einen ungefährdeten 26:17-Erfolg ein

Klare Verhältnisse im Derby

Heddesheim.Sie wollten den großen Favoriten ärgern, das klappte aber nur bedingt: Im Derby der Frauenhandball-Badenliga unterlag die SG Heddesheim zu Hause der ambitionierten HSG Mannheim klar mit 17:26 (7:13). Während SGH-Trainer Torsten Edinger von einer verdienten, aber zu hoch ausgefallenen Niederlage sprach, hätte sich Laura Kettling, die Sportliche Leiterin der HSG, einen noch deutlicheren Erfolg gewünscht: „Unsere Chancenverwertung war nicht ideal“, fand sie, lobte aber die Deckungsarbeit: „Egal ob in der 6:0 oder in der 5:1 – da haben wir wenig zugelassen.“

Einig waren sich beide Seiten darüber, dass der Oberliga-Absteiger aus Seckenheim die individuell bessere Mannschaft stellte und auch körperlich überlegen war: „Die HSG ist wesentlich robuster als meine Spielerinnen. Und die Erfahrung aus vielen Jahren Oberliga merkt man ihnen auch an“, sagte Edinger. Sein Gegenüber Siggi Oetzel forderte vor der Partie ein konsequenteres Spiel als zuletzt. „Das wurde auch gut umgesetzt. Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert und waren auch spielerisch überlegen“, bilanzierte der Trainer.

In der ersten Viertelstunde durfte Heddesheim noch auf eine Überraschung hoffen. „Leider haben wir dann einige gute Chancen – unter anderem zwei Siebenmeter – liegengelassen. So etwas darf man sich gegen eine Mannschaft wie die HSG nicht erlauben“, musste Edinger mit ansehen, wie die Gäste auf 9:4 (22.) davonzogen. Von da an dominierte Mannheim in der Nordbadenhalle, Heddesheim mühte sich, den Anschluss zu halten. Der Rückraum der SGH war weitestgehend abgemeldet, lediglich die beiden Außen – Jule Paloj auf links und Sophie Schäfer auf rechts – machten dem Favoriten das Leben schwer: „Die beiden haben wir nicht in den Griff bekommen“, zollte Oetzel den treffsicheren Außenspielerinnen Respekt.

Aus der stabilen Deckung heraus machten die Seckenheimerinnen immer wieder Druck über die erste und zweite Welle, hatten aber auch im Positionsangriff Lösungen parat. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, meinte Oetzel, dessen Team sich über 19:12 (48.) acht Minuten vor dem Ende beim 23:13 erstmals eine Zehn-Tore-Führung erspielte. „Schade, dass wir nicht noch ein paar unserer wirklich guten Chancen reingemacht haben“, meinte Edinger nach dem 17:26-Endstand: „Wenn wir mit 21:26 verlieren, dann sieht das schon freundlicher aus. So riesig, wie es das Resultat aussagt, war der Unterschied nicht“, resümierte der Heddesheimer Coach, schob aber gleich nach: „Dass der Sieg der HSG hochverdient ist, daran gibt es keine Zweifel.“

HG Saase – TV Brühl 22:25

Ohne ihren verhinderten Trainer Carsten Sender und die frühere Bundesliga-Spielerin Claudia Schückler fehlte der HG das Glück. Der Kampfgeist stimmte bei Saase, das aus dem 15:21 (44.) ein 22:24 (60.) machte, aber dann lief die Zeit davon.