Handball

Handball-Bezirksoberliga TV Lampertheim feiert 33:29 Derby-Sieg beim HC VfL Heppenheim / Michael Redig steuert zwölf Treffer bei

Lampertheim legt los wie die Feuerwehr

Archivartikel

Heppenheim.Als Stimmungskiller hat sich am Freitagabend der TV Lampertheim in Heppenheim entpuppt: Rund 300 Zuschauer hofften auf ein spannendes Derby in der Handball-Bezirksoberliga zwischen dem HC VfL Heppenheim und den Spargelstädtern. Doch als es nach neun Minuten schon 7:0 für den TVL hieß, war von lautstarker Unterstützung für die Kreisstädter nichts mehr zu spüren. Erst gegen Ende der Partie kam noch einmal etwas Spannung auf, aber Lampertheim behielt die Nerven und beim 33:29 (18:11) verdient die beiden Punkte. Auch weil Routinier Michael Redig nicht zu stoppen war.

„Das war für uns ein wichtiger Sieg“, erklärte im Anschluss TVL-Trainer Achim Schmied. „Wir haben vor zwei Jahren hier noch verloren, letztes Jahr einen Punkt geholt und jetzt gewonnen. Die Tendenz stimmt“, meinte er mit einem Schmunzeln. Der Übungsleiter gab aber auch zu, dass in der Anfangsphase bei seinem Team „alles klappte und bei Heppenheim nichts. Zudem war Max Griesheimer im Tor ein starker Rückhalt. Er hat in der ersten Viertelstunde schon vier freie Bälle pariert“, so Schmied. Zu diesem Zeitpunkt führte Lampertheim bereits mit 10:2.

Dann aber musste allmählich durchgewechselt werden, was zu einem kleinen Bruch führte. Heppenheim hielt nun etwas besser mit, aber erst im zweiten Abschnitt gelang es dem Team von Trainer Timo Leister, den Rückstand deutlich zu verkürzen. „Wenn uns da einmal der Anschlusstreffer gelungen wäre, hätten wir das Spiel auch gedreht“, ist der HC VfL-Coach überzeugt. „Aber da fehlten uns letztlich auch ein paar Körner, die wir durch die Aufholjagd verloren haben. Mit einem solch miesen Start, wie wir ihn hingelegt haben, kann man gegen die wirklich gute Lampertheimer Mannschaft nichts holen“, zollte er den Spargelstädtern Respekt.

Nach dem 23:16 (40.) schmolz die TVL-Führung auf 25:23 (50.). Doch immer dann, wenn die Gastgeber auf zwei Tore drankamen, machte die Schmied-Sieben wichtige Treffer und hielt den Vorsprung. „Da hat sich auch die Erfahrenheit der Lampertheimer bemerkbar gemacht“, so Leister und auch Schmied sah seine Mannschaft „einfach abgezockter in der entscheidenden Phase“.

Und dann war da noch der 37-jährige Michael Redig, der enorm wichtige Treffer markierte und von Heppenheim nie in den Griff zu bekommen war. „Er war heute der Unterschieds-Spieler“, fand Nicolas Glanzner und auch Schmied gab zu: „Heute war Michi unsere Versicherung. Er war richtig gut drauf.“

Dennoch dauerte es bis zur 59. Minute, ehe der Derbysieg für Lampertheim in trockenen Tüchern war. Nach dem 31:29 legten Glanzner und Benjamin Eschenauer bis zum 33:29-Endstand nach.

HC VfL-Tore: Kubasta (8), Hess (7), Schneider (4), Werle, Walz (je 3), Hafner (2), Kasper (2/2).

TVL-Tore: Redig (12), Eschenauer (7), Karb (6), Glanzner (3), Nieter (3/3), Zielonka (2). me