Handball

Handball Unterschiedliche Vorgehensweisen bei Vereinen und Kommunen im Ried / Hygienepläne werden erstellt

Langer Weg zurück in die Hallen

Lampertheim.Die Handballvereine in der Region arbeiten derzeit an den Plänen, wie sie zu einem geregelten Trainingsbetrieb zurückkehren können. Dabei sind Dinge zu beachten, die für die Team-Sportler bislang undenkbar waren: Es gilt Abstand zu halten, nicht einmal gepasst werden darf. Dass Bälle vor und nach dem Training ebenso zu desinfizieren sind wie andere Materialien – seien es Springseile, Medizinbälle oder Gewichte – macht eine Trainingsplanung nicht leichter. Aber man nimmt in diesen Zeiten vieles in Kauf. „Das Wichtigste ist, dass wir wieder in Kleingruppen zusammenkommen können“, findet beispielsweise Tim Borger, der neue Trainer des Landesligisten TV Groß-Rohrheim.

Fast einhellig ist die Meinung der Trainer bezüglich dem Gang in die Sporthalle. „Das sehe ich derzeit noch nicht“, so Borger stellvertretend für seine Kollegen, zumal in den Hallen die Abstandsregel noch schwerer einzuhalten wäre, wie beim Outdoortraining. „Wir haben aber auch keinen Druck“, ergänzt Achim Schmied vom TV Lampertheim. „Schließlich wäre die Runde unter normalen Umständen erst vor zwei Wochen vorbei gewesen und wir wären jetzt in der Pause. Wichtig ist, dass wir nicht bei Null anfangen, wenn wir wieder in die richtige Vorbereitung starten können.

Kleingruppentraining im Freien

So werden die Handballerinnen und Handballer auch in der näheren Zukunft erstmal im Freien sich in Kleingruppen treffen und sich fit halten. Damit es in absehbarer Zeit aber auch wieder in die Hallen gehen kann, daran arbeiten die Kommunen im Ried unter Hochdruck. „Unser Team Gebäudemanagement erstellt derzeit einen Hygieneplan, der auch den Zugang in die Sportstätten beinhaltet. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten zwei Wochen den Vereinen wieder die Hallennutzung ermöglichen können“, heißt es beispielsweise auf Nachfrage von Christian Pfeiffer, Pressesprecher im Lampertheimer Rathaus.

Groß-Rohrheims Bürgermeister Rainer Bersch erklärt, dass man sich mit der Bürgerhalle – im übrigen eine Halle des Kreises – an die Absprachen mit den Bürgermeistern aus dem Kreis halten möchte und einen gemeinsamen Startschuss geben wird. Aber auch für Groß-Rohrheim gilt: Die Vereine werden gefordert sein, einen individuellen Hygieneplan zu erstellen. „Durch die Vorgaben bezüglich des Kontaktverbots wird es aber natürlich auch weitere Einschränkungen geben“, so Bersch, der aber letztlich den Vereinen möglichst gleiche Chancen einräumen möchte.

Die Bibliser Pfaffenau-Halle bleibt indes bis mindestens 1. Juni geschlossen. Bürgermeister Volker Scheib möchte die nächsten Verordnungen der Hessischen Landesregierung abwarten, ehe er die Halle – eine städtische Liegenschaft – womöglich wieder öffnet.

Für die Handballer stellt dies aber keine allzugroßen Probleme dar, schließlich geht die Vorbereitung auf die neue Runde erst Mitte Juni los und solange werden die Mannschaftssportler weiter in Kleingruppen im Freien unterwegs sein und die Verantwortlichen im Hintergrund die Zeit nutzen, an tragfähigen Konzepten zu arbeiten. me