Handball

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld empfängt die SG Stutensee-Weingarten / TSV Amicitia Viernheim ist auf Revanche aus

Mit Respekt, aber ohne Angst

Archivartikel

Mannheim.Nach sieben Wochen Pflichtspielpause greifen heute die Handballer des TV Friedrichsfeld ins Geschehen der Badenliga ein. Ab 19 Uhr wartet auf das Team von Trainer Marco Dubois eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe: Der Tabellensechste SG Stutensee-Weingarten kommt in die Lilli-Gräber-Halle.

„Stutensee ist sicherlich keine Spitzenmannschaft, aber seit Jahren stabil in der vorderen Hälfte dabei. Sie spielen einen guten Handball“, hat TVF-Sprecher Florian Kuhn durchaus Respekt vor den Gästen mit ihrem Trainer Steffen Bechtler, „der seine Spieler sehr gut einzustellen weiß“. Ihr Hauptaugenmerk wollen die Friedrichsfelder auf das Duo Max Weickum und Marvin Morlock richten, „das eine sehr gute Achse im Spiel der SG bildet“, so Kuhn, der aber gleich nachschiebt: „Bei allem Respekt: Angst haben wir vor diesem Gegner nicht. Wir sind zu Hause, haben uns gut vorbereitet und brennen darauf, dass es endlich weitergeht.“

Im Hinspiel im Oktober überraschte der TVF mit einem 29:24-Erfolg und will nun genau daran anknüpfen. „Damals hatten wir Stutensee richtig gut im Griff. Unsere Jungs wissen also, wie es geht“, meint Kuhn, der zudem auf die Heimstärke setzt: „Das Spiel ohne Harz wird auch diesem Gegner nicht so richtig schmecken.“

Dass Friedrichsfeld das Zeug dazu hat, sich mittelfristig vom aktuellen zehnten Rang vorzuarbeiten, das zeigte schon das letzte Spiel vor der Pause, als man dem Spitzenreiter Neuenbürg in einem begeisternden Spiel ein 23:23 abtrotzte. Ein ganz wichtiger Faktor damals in seinem ersten Spiel für den TVF: der ehemalige Nußlocher Drittliga-Spieler Raimonds Trifanovs. Seine Integration wurde natürlich durch Dubois weiter vorangetrieben und entsprechend könnte der Vollblut-Handballer noch mehr zu einem Faktor werden. Zudem absolvierten die Friedrichsfelder einen Test gegen den Zweitligisten SG Leutershausen, „in dem wir zwar deutlich verloren, aber richtig gute Ansätze zeigten“, wie Kuhn fand. „Aber jetzt ist das alles Vergangenheit. Jetzt gilt es, dass wir gegen Stutensee die Punkte holen.“

TSV Am. Viernheim – TV Plankstadt

Heute ebenfalls punkten will der TSV Amicitia Viernheim. Um 19.30 Uhr erwarten die Südhessen den TV Plankstadt in der Rudolf-Harbig-Halle. „Die Plankstädter spielen eine richtig gute Runde, sind sehr stabil, stellen eine gute 3:2:1-Deckung und machen daraus auch gutes Tempo“, hat Viernheims Trainer Frank Herbert beobachtet. „Sie stehen zu Recht auf Platz drei derzeit.“

An das eigene Spiel in Plankstadt aus dem Oktober hat der erfahrene Coach indes eher schlechte Erinnerungen: „Damals haben wir wirklich schwach gespielt. Das war keine gute Leistung von uns und entsprechend haben wir einiges gut zu machen“, will er Revanche für die bittere 25:34-Hinspielniederlage. Allerdings muss Herbert heute Abend eventuell auf den sich mit Kniebeschwerden herumplagenden Torhüter Dennis Hofmann verzichten. „Er musste das Training diese Woche aussetzen. Es ging einfach nicht. Sollte er ausfallen, werden wir als Backup für Patrick Koch einen Keeper aus der zweiten Mannschaft dazunehmen“, so der TSV-Amicitia-Coach, der ja noch längerfristig auf seinen dritten Torhüter Raul Lazaro Garcia verzichten muss. Ein weiteres Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Philip Oswald, alle anderen Akteure sollten aber fit sein. me