Handball

Handball-Badenliga SG Heddesheim muss gegen Viernheim auf ihren Spielertrainer verzichten

Ohne Doll ins Derby

Heddesheim.Zwei Derbys stehen an diesem Wochenende in der Handball-Badenliga auf dem Programm. Bereits am Samstagabend empfängt der TSV Amicitia Viernheim die SG Heddesheim, am Sonntag erwartet der TV Friedrichsfeld den Nachbarn TSG Plankstadt.

„Ein ehemaliger Trainer hat mal zu mir gesagt, Derbys spielt man nicht, Derbys gewinnt man“, schickt Viernheims Trainer Christian Müller gleich mal eine kleine Kampfansage in Richtung Heddesheim. „Aber im Ernst: Ich sehe die SGH in der Favoritenrolle. Sie kommen aus der Oberliga runter, während wir einen Umbruch hatten und noch nicht die Konstanz an den Tag legen, die wir gerne hätten“, so Müller.

Desweiteren sieht der Coach den Spielrhythmus der Heddesheimer als großen Vorteil: „Wir hatten jetzt drei Wochen Pause, Heddesheim war dagegen am Ball.“ Aber bange machen gilt nicht für Müller: „Wir freuen uns auf dieses Derby, erwarten eine tolle Stimmung und eine volle Halle. Und wenn man sich die bisherigen Ergebnisse anschaut, dann kann in der Badenliga wohl jeder jeden schlagen.“

Für den TSV Amicitia könnte sprechen, dass bis auf ein paar Erkältungskranke alle Spieler fit sind. Ganz anders sieht das in Heddesheim aus, wo Spielertrainer Martin Doll nach seiner Knieverletzung mindestens bis Weihnachten pausieren muss. „Er war jetzt bei weiteren Untersuchungen und ich denke, nächste Woche wissen wir mehr“, hofft Thomas Schmid von der Sportlichen Leitung der SGH, dass Doll an einer Operation vorbeikommt. Viernheims Trainer Christian Müller sieht den Ausfall Dolls nicht unbedingt als Schwächung des Gegners: „Natürlich ist Martin Doll der Schlüsselspieler in Heddesheim. Aber es ist oft so, dass in einer solchen Situation andere in die Bresche springen und dann kann man sich nur ganz schwer darauf einstellen“, so Müller.

Lierz springt in die Bresche

Eine solche Reaktion hat Thomas Schmid bereits ausgemacht: „Die Mannschaft weiß, dass sie nach Martins Verletzung zusammenrücken, dass jeder ein paar Prozent mehr bringen muss. Marlon Lierz ist so ein Spieler, der jetzt schon mehr Verantwortung übernommen hat“, lobt der Sportliche Leiter den Rückraumspieler.

Optimismus herrscht auch beim TV Friedrichsfeld: „Bei allem Respekt vor der TSG Plankstadt: Wir haben bisher zwei gute Heimspiele gezeigt und zuletzt auch in Birkenau beim 25:29 gut gespielt. Zu Hause wollen wir die Punkte jetzt wieder behalten“, erklärt TVF-Sprecher Florian Kuhn.

Friedrichsfelds Trainer Marco Dubois hat seine Mannschaft insbesondere auf die starke TSG-Deckung eingestellt, gegen die sich sein Team in den letzten Jahren immer sehr schwer getan hat. „Wir gehen aber mutig in die Begegnung und wollen wieder eine couragierte Leistung abliefern“, so Dubois, der wieder auf die zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Peter Embach und Raimonds Trifanovs zurückgreifen kann.