Handball

Handball Neuer Trainer für HSG-Damen nach Oberliga-Abstieg

Pfirmann soll den Aufstieg bringen

Mannheim.Der Schock des Abstiegs ist verdaut, jetzt richtet man bei der HSG Mannheim die Blicke schon wieder nach vorne. Nur wenige Tage nach dem verpassten Klassenerhalt in der Frauenhandball-Oberliga ist beim künftigen Badenligisten der Kampfgeist zurück. „Wir wollen jetzt das Ziel Wiederaufstieg in Angriff nehmen“, erklärt die Sportliche Leiterin Laura Kettling. Gelingen soll das mit einem neuen Trainer: Stephan Pfirmann übernimmt das Amt von David Pollok.

Interessante Derbys

„Ich freue mich auf diese Aufgabe“, sagt der neue Coach. In der Region ist der in Neckargemünd wohnende Berufsschullehrer kein Unbekannter, hat er doch von 2016 bis 2018 die Männer des TV Edingen trainiert. Seine handballerischen Wurzeln liegen indes in Neckargemünd, wo er die Jugendteams durchlaufen und auch in der Männermannschaft gespielt hat. Zwischenzeitlich war er in Ziegelhausen und bei der SG Leutershausen II am Ball, eher er nach fünf Jahren bei Bad Wimpfen 2016 seine Spielerkarriere beendete, um sich auf den Trainerjob zu konzentrieren. Seine C-Lizenz machte Pfirmann bereits 2014, 2016 folgte dann die B-Lizenz.

An seiner neuen Aufgabe reizen ihn die ambitionierte Mannschaft und die attraktive Liga: „Die Badenliga hat einige interessante Derbys zu bieten. Es ist eine Liga, die viele Zuschauer anlockt und in der schon guter Handball gespielt wird“, hat Pfirmann in der Vergangenheit beobachtet. Und dann ist da noch das Trainingspensum, das die Spielerinnen der HSG bereit sind, zu absolvieren. „Mit drei Einheiten pro Woche kann man natürlich schon einiges bewegen“, ist sich der Trainer sicher.

Die ersten Kontakte stellte Kettling vergangene Woche her, es folgte ein Gespräch. „Stephan wollte natürlich noch die Mannschaft kennenlernen, was dann am Dienstag mit einem gemeinsamen Training geschehen ist“, berichtet Kettling. Danach saßen alle noch zusammen – und bald war für Pfirmann klar, dass er das Amt übernimmt.

Jetzt gilt es, noch zwei, drei Spielerinnen für die nächste Runde an Land zu ziehen. Denn Hannah Edelmann wird wegen ihres baldigen Staatsexamens kürzertreten und nur noch beim TV Brühl spielen. Anke Schalk beendet nach 27 Jahren ihre Karriere. „Ich freue mich auf einen Sommer ohne Training. Aber ganz ohne Handball geht es dann aber doch nicht“, sagt die frühere Bundesliga-Spielerin der TSG Ketsch: Schalk wird den Seckenheimerinnen als Betreuerin erhalten bleiben.

Dass der Rest der Mannschaft wohl zusammenbleibt und die Mission Wideraufstieg angehen möchte, bringt Spielerin Nathalie Schützdeller auf den Punkt: „Wir haben uns das gemeinsam einbrockt, jetzt kämpfen wir uns auch gemeinsam wieder heraus.“