Handball

Handball-Badenliga Mit der HSG Mannheim und der SG Nußloch treffen die Top-Teams aufeinander

Punktabzüge erhöhen die Spannung

Archivartikel

Mannheim.Selbst wenn die Tabelle etwas anderes sagt: Wenn die HSG Mannheim (4.) am Sonntag (14.30 Uhr) bei der SG Nußloch (2.) zu Gast ist, ist es das Spitzenspiel der Frauenhandball-Badenliga schlechthin. „Eigentlich alle Konkurrenten sehen Nußloch und uns ganz vorne und ich denke, das kann man so unterschreiben“, meint HSG-Trainer Siggi Oetzel vor dem Duell der Oberliga-Absteiger: „Nach all dem, was ich bislang gesehen habe, ist Nußloch der stärkste Gegner. Aber wir wollen um die Meisterschaft spielen und gehen entsprechend mit Selbstvertrauen in dieses Spiel.“

Dass Nußloch drei Minuspunkte und Mannheim sogar vier auf dem Konto hat, das ist nicht der sportlichen Qualität zuzuschreiben. Beide haben noch keinen Punkt auf dem Parkett abgegeben, sondern ausschließlich am grünen Tisch. Während Nußloch drei Zähler wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen wurden, fehlen den Seckenheimerinnen vier Punkte wegen der fehlenden Erwachsenenspielgenehmigung von Elena Weise (wir haben berichtet). „Das war im ersten Moment schon ein Schock, als die Mannschaft das nach dem Training letzte Woche erfuhr. Aber wir haben mit dem 26:18-Sieg gegen Brühl die richtige Reaktion gezeigt“, so Oetzel, der nicht glaubt, dass der Punktabzug Auswirkungen auf seine Spielerinnen haben wird: „Das ist ja nichts, was sie verschuldet haben. Wir kümmern uns um das Sportliche. Um das andere Thema und den Einspruch – auf den wir natürlich weiterhin hoffen – kümmern sich die Verantwortlichen des Vereins.“ Allzu groß sieht Oetzel die Auswirkungen nicht: „Zuerst waren die drei Punkte bekannt, die Nußloch abgezogen bekam. Da waren wir im Vorteil. Jetzt sind die vier bei uns weg, wodurch der Konkurrent einen kleinen Vorteil hat. Aber das Gute ist, dass wir alles immer noch selbst in der Hand haben. Natürlich sind wir jetzt etwas mehr unter Zugzwang, aber es ist noch alles möglich“, betont er.

Heddesheim erwartet Schlusslicht

Mit einem Sieg in Nußloch könnte die HSG nach Minuspunkten an der SG vorbeiziehen. „Das wird aber schwer. Nußloch hat eine starke Mannschaft“, hat Oetzel Respekt. Als Schlüssel zum Erfolg sieht er das Minimieren eigener Fehler: „Nußloch verfügt über ein schnelles Umschaltspiel, bestraft technische Fehler und Fehlwürfe prompt. Wenn wir es schaffen, im Angriff konsequent zu spielen und zu verwerten, wäre das ein großer Schritt“, so der Coach, der auf den gleichen Kader bauen kann, wie zuletzt gegen Brühl.

Ein Heimsieg ist indes für die SG Heddesheim Pflicht, wenn am Sonntag (15.30 Uhr) Schlusslicht TV Diehlheim kommt. „Da zählen nur die Punkte“, so SGH-Trainer Torsten Edinger. me