Handball

Handball-Bezirksoberliga Routinier übernimmt mit Dirk Keller beim Derbysieg das Coaching für den erkrankten Trainer Achim Schmied und erzielt neun Tore

Redig springt famos in die Bresche

Archivartikel

Lampertheim.Die Derbywochen laufen für den TV Lampertheim bislang nach Plan: Nach dem 33:29-Erfolg beim HC VfL Heppenheim haben die Bezirksoberliga-Handballer auch einen 33:29-Heimsieg gegen den starken Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach gefeiert. „Jetzt müssen wir nächstes Wochenende beim SV Erbach nachlegen, dann schauen wir auf das Spiel gegen Lorsch“, blickte TVL-Routinier Michael Redig nach dem Erfolg gegen Bensheim gleich nach vorn: Gegen die sieglosen Erbacher sind zwei Zähler für Lampertheim Pflicht, gegen die verlustpunktfreien Lorscher geht es im vierten Derby in Folge schon um eine Top-Platzierung.

Redig übernahm am Sonntag das Coaching als Spielertrainer für den erkrankten Achim Schmied und wurde von Dirk Keller unterstützt, der auf der Bank das Kommando übernahm. Das Duo Redig/Keller musste Schwerstarbeit leisten, immer wieder auf die Umstellungen der Bensheimer reagieren: „Die HSG hat eine richtig gute Mannschaft und uns das Leben enorm schwer gemacht“, stellte Redig fest.

Taktikumstellung fruchtet

Die Lampertheimer begannen mit einer 5:1-Deckung, was gegen die wieselflinken Gäste gar nicht klappte. „Die Lücken waren einfach zu groß“, monierte Redig. Erst nach einer Umstellung auf 6:0 lief es etwas besser und als dann das erste Mal durchgewechselt wurde, setzten die jungen Akteure Max Deissler und Tim Pfendler Akzente: „Die beiden haben ein richtig starkes Spiel gemacht“, lobte Redig. „Sie haben uns wieder rangeführt.“

Nach dem 5:11 (16.) verkürzten die Gastgeber auf 10:12 und waren beim 16:18 zur Pause auf Tuchfühlung. Bis aber der Ausgleich gelang, dauerte es noch bis zur 41. Minute (23:23). Von da an hatte der TVL Oberwasser: „Wir haben 40 Minuten richtig gut gespielt, aber in den letzten 20 Minuten hat man gesehen, dass Lampertheim einfach mehr Erfahrung hat“, meinte Bensheims Coach Moritz Brandt. Der Gäste-Trainer sah insbesondere die beiden Routiniers Matthias Zielonka und Michael Redig als die beiden „Unterschiedsspieler“ an: „Sie haben ihre ganze Klasse gezeigt.“

Redig wollte die eigene Leistung aber nicht überbewerten, lobte vielmehr auch noch Torwart-Routinier Matthias Hümmer, der wegen der Verletzung von Frederick Saul wieder im Kader stand und in der Schlussviertelstunde für den bis dahin durchaus guten Max Griesheimer zwischen die Pfosten kam: „Matthias Hümmer hat ein paar ganz wichtige Bälle gehalten, und wir konnten etwas besser in unser Tempospiel kommen“, so Redig.

Harter Kampf bis zum Schluss

Beim 26:24 (47.) führte Lampertheim erstmals mit zwei Toren. „Wir mussten aber bis zuletzt um die Punkte kämpfen“, zollte der Interimscoach den Gästen Respekt. Bensheims Trainer Moritz Brandt trauerte indes zumindest einem Punkt nach: „Ich denke, ein Remis hätten wir uns aufgrund der ersten 40 Minuten verdient gehabt.“

TVL-Trainer Achim Schmied verfolgte das Spiel zu Hause mit einem heißen Tee am Liveticker und war „extrem erleichtert“, als er das Resultat sah: „Gegen Bensheim werden noch viele Mannschaften Punkte liegenlassen. Das ist ein richtig gutes Team. Umso glücklicher bin ich, dass wir dieses schwere Heimspiel gewonnen haben“, dankte Schmied dem Duo Redig/Keller.

TVL-Tore: Michael Redig (9), Eschenauer, Zielonka (je 6), Glanzner, Fröhlich (je 3), Karb, Deissler, Pfendler (je 2).

HSG-Tore: Göbel (9/5), Kleber, Kuch (je 4), Ehret (3), Zotz, Schader, Eberle, Hartmann (je 2), Zimmermann (1). me