Handball

Handball TV Friedrichsfeld startet mit einem Heimspiel in die Badenliga-Saison

Selbstbewusst nach dem großen Umbruch

Mannheim.Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal, als die Handballer des TV Friedrichsfeld in die Vorbereitung auf die am 15. September mit dem Heimspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen II beginnende Badenliga-Saison starteten. Zum einen gab es gleich sechs Abgänge zu verzeichnen, darunter beide Torhüter. Zum anderen stand die heimische Lilli-Gräber-Halle wegen Renovierungsmaßnahmen nicht zur Verfügung, so dass die Friedrichsfelder sich ihre Trainingseinheiten zusammensuchen mussten. So standen Einheiten in Birkenau, in Plankstadt und in anderen Mannheimer Hallen auf dem Plan.

Unmittelbar vor dem Rundenbeginn sieht Trainer Marco Dubois seine Mannschaft jedoch gewappnet. „Wir haben das Beste daraus gemacht“, ist er überzeugt: „Die Vorbereitung lief gut und, die Neuzugänge haben sich sehr gut integriert.“

Drei neue Torhüter

Dem TVF stehen gleich drei neue Keeper zur Verfügung: Die beiden jungen Luca Schmitt (SG Nußloch) und Lukas Lauble (TV Edingen) bilden mit dem erfahrenen Nikki Hoffmann, der vom Oberliga-Absteiger Heddesheim kommt, „ein sehr gutes Trio, das sich ergänzt“, so Dubois. Auch bei den Feldspielern legte Friedrichsfeld nach: Vom Landesligisten TV Bammental kommen Jochen Zimmer und Steffen Dollinger, vom TV Edingen Johann Engelhardt und von der HSG Mannheim Maximilian Keil. Dazu rückte aus der eigenen Jugend Max Kirchler nach, der beide Rückraumpositionen spielen kann und seinem Coach in den Testspielen viel Freude bereitete: „Max hat sich glänzend eingefügt und eine sehr gute Vorbereitung absolviert.“

Froh ist Marco Dubois, dass er neben vielen jungen Akteuren auch Erfahrung dazubekommen hat. Besonders der als „spielender Co-Trainer“ titulierte Rechtsaußen Tobias Seel wird eine wichtige Rolle einnehmen. Seel war zuletzt beim TSV Amicitia Viernheim am Ball und hat in den Testspielen gezeigt, dass er eine echte Verstärkung ist. Apropos Viernheim: Beim Osada-Cup des TSV Amicitia spielte Friedrichsfeld gegen höherklassige Teams sehr gut mit und verpasste nur wegen des schlechteren Torverhältnisses den Einzug in die Finalrunde. „Das war schon ein Höhepunkt in der Vorbereitung“, betont Dubois.

Zu den Führungspersönlichkeiten beim TVF gehören neben Seel der erfahrene Raimonds Trifanovs sowie als Mannschaftskapitäne Julian Doppler und Steffen Dollinger.

Wohin die Reise in der Saison gehen wird, mag Dubois noch nicht beurteilen: „Erstmal wollen wir so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Alles andere ist ein Bonus“, erklärt er und erwartet hinter den Top-Teams Viernheim und Birkenau ein dichtes Feld. „Wenn wir einen guten Tag haben, können wir jeden Gegner schlagen. Aber wir müssen mehr Konstanz an den Tag legen“, fordert Dubois, der allerdings auch schon den ersten Rückschlag hinnehmen musste: Kreisläufer Jannik Seitz zog sich einen Kreuzbandriss zu, womit die Runde für ihn beendet ist, bevor sie überhaupt losging. „Das ist bitter für Jannik, aber das müssen wir jetzt im Kollektiv auffangen“, so der Coach, der seine Mannschaft als homogene Einheit ansieht: „Die Stimmung ist gut, die Einstellung stimmt. Die Runde kann losgehen.“