Handball

Frankreich Die „Équipe Tricolore“ mit Löwe Romain Lagarde unterliegt Norwegen 26:28 und scheidet aus

Superstar Karabatic schon draußen

Archivartikel

Trondheim.Es war ein packender Krimi, ein großer Kampf – und am Ende folgte das Entsetzen bei der französischen Handball-Nationalmannschaft. Die „Équipe Tricolore“ hat am Sonntagabend gegen Gastgeber Norwegen mit 26:28 verloren und ist bei der Europameisterschaft bereits ausgeschieden.

Viele der einstigen Stars wie Thierry Omeyer, Jérome Fernandez oder Daniel Narcisse gehören nicht mehr zu dieser legendären Mannschaft, die mehr als zehn Jahre den Welt-Handball dominierte. Doch einer ist immer noch dabei: Nikola Karabatic. Im Schlüsselspiel gegen Norwegen stand der 35-Jährige auch in der Startformation. Der Superstar wollte viel – doch er kann längst nicht mehr so wie noch vor einigen Jahren.

Das Spiel der Franzosen wirkte eindimensional und berechenbar, Norwegen führte 6:3 (13.) und wenn nicht Vincent Gerard so einen erstklassigen Tag im französischen Tor gehabt hätte, wäre der Rückstand noch deutlich größer gewesen.

Erst als Romain Lagarde von den Rhein-Neckar Löwen von der Halbposition auf die Mitte wechselte und Karabatic vom Feld ging, agierte die „Équipe Tricolore“ deutlich variabler und ging nach der 15:14-Pausenführung sogar mit 18:15 (33.) in Front. Doch das bedeutete in diesem hochattraktiven Topspiel zwischen dem norwegischen Vize-Weltmeister und dem WM-Vierten gar nichts.

Die Führung wechselte hin und her, Karabatic kehrte bei Frankreich zurück – doch ihm gelang weiterhin nicht viel und Norwegen zog mit seinem Tempospiel auf 25:22 (52.) davon.