Handball

Handball-Badenliga, Frauen Für die SG Heddesheim ist das Spiel in Brühl auch eine Vergangenheitsbewältigung

Torsten Edinger: „Das ist Kopfsache“

Heddesheim.Hinter den Erwartungen zurück liegen bislang die Handballerinnen der SG Heddesheim. Der Fast-Meister der vergangenen Saison ist Siebter mit 6:8 Punkten und muss nun ausgerechnet zum TV Brühl – und damit zu einem der Teams, bei dem man im Frühjahr die Meisterschaft verspielte.

Zur Erinnerung: Drei Spieltage vor Rundenende stand die SGH auf Platz eins der Badenliga, brauchte nur noch einen Sieg, um die Meisterschaft und den Oberliga-Aufstieg klar zu machen. Doch dann verspielte man in fast schon tragischer Weise den schon sicher geglaubten Titel, auch wegen eines schier unglaublichen Verletzungspechs. „Die 19:26-Niederlage aus dem April ist sicherlich noch bei einigen Spielerinnen in den Köpfen. Aber gleichzeitig bin ich mir sicher, dass es gelingt, das am Sonntag auszublenden“, sagt SGH-Trainer Torsten Edinger, der nach dem verpassten Aufstieg das Zepter von Branko Dojcak übernahm.

Mit Brühl hat Edinger reichlich Erfahrung gesammelt, hat bei seiner früheren Trainerstation TSV Amicitia Viernheim drei Jahre gegen den TVB gespielt. „Das ist schon eine sehr gefährliche Mannschaft. Wir müssen von Beginn an den Kampf annehmen und auch ein Höchstmaß an Disziplin an den Tag legen“, fordert der Coach, der insbesondere vor dem schnellen Umschaltspiel und der Robustheit der punktgleichen Gastgeberinnen warnt.

Für Heddesheim spricht sicherlich, dass es in Bestbesetzung antreten kann. „Es wird viel Kopfsache sein, aber wir haben im Training gut gearbeitet und wollen jetzt auch dort Punkte holen“, erklärt Edinger, der damit auch für den weiteren Rundenverlauf wichtige Vergangenheitsbewältigung betreiben könnte.

Viernheim klarer Favorit

Zwei Punkte hat der TSV Amicitia Viernheim eingeplant, der am Sonntag ab 15.30 Uhr beim Schlusslicht TV Diehlheim zu Gast ist. Die Diehlheimerinnen haben noch keinen Punkt geholt und zudem noch wegen fehlender Schiedsrichter vier Zähler abgezogen bekommen, so dass sie fast schon hoffnungslos im Hintertreffen liegen.

Viernheim kassierte zuletzt zwar zwei knappe Niederlagen in Wiesloch (29:31) und gegen die HG Saase (33:35), ist mit 8:6 Zählern und Tabellenplatz fünf aber durchaus noch im Soll. Fehlen wir den Südhessinnen Lara Günther, die sich eine Ellenbogenverletzung zuzog und einige Wochen ausfallen wird.

Die HG Saase will unterdessen ihren Aufwärtstrend nach zwei Siegen in Folge mit einem doppelten Punktgewinn bei der TSG Wiesloch am Samstag (17 Uhr) fortsetzen und mit der TSG (10:6 Zähler) gleichziehen. Nach zwei erfolgreichen Topspielen in Folge kann sich die HSG Mannheim entspannt zurücklehnen und beobachten, wie sich die Konkurrenz schlägt. Die Seckenheimerinnen sind die einzige ungeschlagene Mannschaft und liegen nur wegen eines weniger absolvierten Spiels auf Rang zwei hinter der ebenfalls spielfreien SG Nußloch.