Handball

Handball-Badenliga SG Heddesheim steht nach durchwachsenem Start bei den Mannheimern schon unter Druck / Nur 78 Fans in der Lilli-Gräber-Halle erlaubt

TV Friedrichsfeld fiebert dem Derby entgegen

Archivartikel

Mannheim.Bereits am dritten Spieltag steht für die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld ein packendes Derby an: Am Samstagabend um 19 Uhr kommt die SG Heddesheim in die Lilli-Gräber-Halle. „Schade, dass wir Corona-bedingt nur vor 78 Zuschauern spielen dürfen. So ein Spiel hätte mehr verdient“, meint TVF-Trainer Marco Dubois, für den das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein immer noch etwas besonderes ist.

„Ich möchte das nicht allzu hoch hängen. Aber wenn man zehn Jahre bei einem Verein war, dann hat man immer noch Kontakte. Aber für dieses Spiel ruhen auch Freundschaften, da geht es einzig und allein um Punkte. Danach ist dann aber auch alles wieder in Ordnung“, berichtet Dubois, der noch mit Heddesheims Keeper Marc Kolander und Spielertrainer Martin Doll zusammen am Ball war und mit Kolander immer noch befreundet ist. „Wir treffen uns noch ab und zu und natürlich redet man da auch über Handball. Aber letztlich ist auch dieses Derby nur ein Spiel, in dem wir die Punkte behalten wollen“, strahlt Dubois Zuversicht aus.

Heimvorteil dank Harzverbot

„Wir wissen allerdings auch, dass wir es mit einer starken Mannschaft zu tun bekommen, in denen Martin Doll immer noch der entscheidende Spieler ist, die aber auch mit Marvin Karpstein auf der Mitte und Simon Gans sowie Jonas Bauer sehr gut besetzt sind. Das ist eine recht ausgeglichene Mannschaft, die meist eine offensive Deckung spielt“, kennt der TVF-Coach die SGH-Akteure aus dem Effeff. „Wir werden uns auf die Abwehr der Heddesheimer, die auf Ballgewinne und ein schnelles Umschaltspiel ausgerichtet ist, entsprechend einstellen“; erklärt Dubois, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

Sein Gegenüber, SGH-Coach Mario Donat hat ebenfalls Respekt vor der Partie, insbesondere weil in der Lilli-Gräber-Halle ein Harzverbot herrscht. „Mit dieser Gegebenheit muss man klar kommen. Wir haben diese Woche auch ohne Harz trainiert und versuch, uns darauf einzustellen“, so Donat. Während die Friedrichsfelder mit 3:1 Punkten im Soll sind, sieht er selbst mit nun 2:4 Zählern und bereits zwei Heimniederlagen den Druck steigen. „Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt“, gibt der SGH-Trainer zu. Um gegen Friedrichsfeld zu punkten und das Manko des Harzfreien-Spiels wett zu machen, wollen die Heddesheimer versuchen, vermehrt in den Nahwurfbereich zu kommen. „Aus dem Rückraum haben wir ohne Harz eine zu große Streuung. Da müssen wir näher ran“, weiß Donat aus der Vergangenheit, als seine Mannschaft in Friedrichsfeld selten gut aussah. „Aber bei allem Respekt: Jetzt fahren wir aber dorthin und wollen die Punkte holen“, gibt sich der Trainer kämpferisch.

TSVA in Pforzheim gefordert

Auf den ersten Sieg warten noch die Handballer des TSV Amicitia Viernheim, die am Sonntagabend (18 Uhr) bei der SG Pforzheim/Eutingen II ran müssen. „Auswärts sind die Partien in dieser Liga immer schwer, aber in Pforzheim ganz besonders“, warnt Viernheims Coach Christian Müller. „Man weiß nie, wer dort aus der ersten Mannschaft oder der Bundesliga-A-Jugend aufläuft. Entsprechend ist es wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren.“