Handball

Handball-Badenliga Im letzten Heimspiel entzaubert Friedrichsfeld den Relegationsanwärter TSV Birkenau mit 22:21

TVF begeistert eigene Anhänger

Mannheim.Im letzten Heimspiel der Saison machten die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld noch einmal Werbung in eigener Sache. Mit einer kämpferisch starken Leistung und einer überzeugenden Defensivarbeit feierten sie einen 22:21 (14:10)-Erfolg gegen den Tabellendritten TSV Birkenau.

„Das wird das Spiel sein, dass unseren Fans über die Sommerpause in erster Linie im Gedächtnis bleiben wird. Und das war wirklich gut. Wir wollten uns mit einer starken Leistung von unseren Zuschauern verabschieden und das ist gelungen“, meinte TVF-Sprecher Florian Kuhn im Anschluss. Die Gäste, die noch Vize-Meister werden und damit an der Aufstiegsrelegation teilnehmen wollen, hatten offenbar nicht mit so großer Gegenwehr der Friedrichsfelder gerechnet und schlichen am Ende wie begossene Pudel vom Parkett der Lilli-Gräber-Halle.

Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte, aber jederzeit faire Partie mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Beim 6:3 und 7:4 (8.) führte das Team von TVF-Trainer Marco Dubois schon mit drei Treffern und nach dem Birkenauer 7:6-Anschluss (12.) zog Friedrichsfeld mit einem druckvollen Angriffsspiel sogar auf 12:7 (21.) davon. „Da waren wir richtig gut in der Abwehr“, fand auch Dubois, der aber schon in dieser Phase einige vergebene Angriffe notieren musste. „Die Trefferquote hätte durchweg besser sein können“, meinte Florian Kuhn.

Bis zum 18:13 (38.) fiel dies noch nicht sonderlich ins Gewicht, „aber dann haben wir leider ein paar Unkonzentriertheiten zu viel gezeigt“, so der Trainer. Hinzu kamen ungewohnt viele technische Fehler und es wurde richtig eng: Birkenau verkürzte auf 20:19 (50.), die Partie schien zu kippen.

Doch Friedrichsfeld kämpfte verbissen, wollte diesen Sieg unbedingt einfahren. Im Angriff ohne das nötige Glück, dafür in der Defensive überzeugend, verteidigte der TVF nach dem 22:21 (58.) in Unterzahl – Julian Doppler hatte eine Zeitstrafe erhalten – die hauchdünne Führung bis zur Schlusssirene.

Viernheim – Oftersheim/S. II 33:34

„Das war heute einfach nur ärgerlich“, meinte Viernheims Trainer Frank Herbert nach der Heimniederlage. „Wir spielen ohne Seel, Helbig, Herbert und Oswald, dann fällt auch noch Megyeri kurzfristig aus – und dennoch hatten wir die Chance, das Spiel zu gewinnen“, so der Coach, der damit auch auf seinen kompletten Mittelblock verzichten musste.

In der ersten Hälfte konnten die Südhessen diese Ausfälle noch gut kompensieren, machten Tempo und führten meist. „Leider hatten wir dann nach der Pause zu viele Lücken in der Deckung und vorne zudem einige freie Bälle liegen gelassen“, haderte Herbert mit der Chancenverwertung.

Beim 23:26 (48.) schien dem TSV Amicitia die Partie zu entgleiten. In der Schlussphase ging Viernheim dann volles Risiko, öffnete die Abwehr und verkürzte 42 Sekunden vor der Schlusssirene durch Jan Willner zum 32:33. Eine umstrittene Rote Karte gegen Dominik Seib und der folgende Strafwurf für Oftersheim brachte dann aber die Entscheidung zugunsten der Gäste. Den Schlusspunkt setzte mit der Schlusssirene Christian Peiter, der aus der zweiten Mannschaft aushalf und besonders im zweiten Spielabschnitt „eine Bereicherung für unser Spiel war“, wie Frank Herbert lobte. me