Handball

Handball-Landesliga Aufsteiger peilt im Duell mit der HSG Fürth/Krumbach der ersten Coup in dieser Saison an

TVG braucht Erfolgserlebnis

Groß-Rohrheim.Das erste Heimspiel soll die Trendwende bringen: Die Handballer des TV Groß-Rohrheim sind mit zwei deftigen Auswärtsniederlagen bei zwei Meisterschaftsanwärtern in die neue Liga gestartet, nun ist der erste Sieg in der Landesliga eingeplant: Am Sonntagnachmittag um 16 Uhr kommt die HSG Fürth/Krumbach in die Bürgerhalle.

Die Odenwälder bekamen bislang auch noch kein Bein auf den Boden, haben alle drei bisherigen Spiele verloren – und ihr Trainer Waldemar Rack ist alles andere als zufrieden mit der Situation. Er sieht sich an das vergangene Jahr erinnert, als seine Mannschaft als Aufsteiger eine ganz schwache Hinserie spielte, dann aber in der zweiten Saisonhälfte aufdrehte und schließlich doch noch vorzeitig den Klassenerhalt schaffte: „Ich habe aber keine Lust darauf, dass es wieder so mies losgeht. Wir müssen uns schleunigst steigern und anfangen Punkte zu sammeln“, fordert Rack und hat sich seine Spieler zur Brust genommen. Zur Erinnerung: In der letzten Saison drehte sein Team nach einer Brandrede von Trainer und Vorstand auf, rückte näher zusammen und holte fleißig Punkte.

„Wir sind gut vorbereitet“

Das käme dem TV Groß–Rohrheim jetzt völlig ungelegen. Schließlich braucht der Aufsteiger gegen den letztjährigen Liga-Neuling dringend ein Erfolgserlebnis: „Das ist der erste Gegner, der mit uns auf Augenhöhe ist. Hanau und Gelnhausen wollen in die Oberliga – und das hat man bei den Spielen dort auch gesehen“, erklärt TVG-Coach Sascha Holdefehr. Von einer „Brandrede“ oder Ähnlichem ist der Groß-Rohrheimer noch weit entfernt: „Wir wissen einzuschätzen, wo wir stehen und woran es zuletzt haperte. Wir haben uns gut auf Fürth vorbereitet und wollen die ersten Punkte. Ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen können“, strahlt der Trainer große Zuversicht aus. Fehlen wird bei den Gastgebern allerdings weiterhin Sebastian Haas mit seiner Knieverletzung. Hinter Manuel Kohl steht – ebenfalls wegen des Knies – noch ein dickes Fragezeichen: „Er hat trainiert, aber es ist immer wieder dick geworden. Da muss man abwarten, wie sich das entwickelt und kurzfristig entscheiden“, so Holdefehr. Dafür wird der A-Jugendliche Marcel Banghard – wie schon zuletzt in Gelnhausen – im Kader stehen.

Ganz wichtig: Andreas Ochs hat seine Oberschenkelblessur, die in Gelnhausen für ein vorzeitiges Ende sorgte, auskuriert und ist wieder voll dabei. „Er ist gerade nach dem Ausfall von Sebastian Haas natürlich ein Schlüsselspieler“, hofft Sascha Holdefehr, dass sein Torjäger diesmal über die komplette Spielzeit auf der Platte stehen kann: In Gelnhausen stoppte ihn die Verletzung in der ersten Hälfte, zuvor in Hanau kassierte er kurz nach der Pause seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. „Wenn er fehlt, wird es für uns sehr schwer“, gibt Holdefehr zu.

Auf Seiten der Odenwälder warnt der TVG-Trainer besonders vor dem Rückraum mit dem Drittliga-erfahrenen Patrick Dreier. Dieser war in der vergangenen Saison aus privaten Gründen kürzer getreten, findet sich aber inzwischen immer besser zurecht. „Auf ihn müssen wir schon achten. Insgesamt gilt es, mit einer starken, beweglichen Deckung die Grundlage zu legen und dann mit einem schnellen Umschaltspiel Fürth unter Druck zu setzen“, erwartet Sascha Holdefehr ein umkämpftes Spiel „mit dem besseren Ende für uns“. me