Handball

Handball-Bezirksoberliga Durch den 34:29-Sieg über Bonsweiher hat Groß-Rohrheim nach der Osterpause den ersten Matchball

TVG ganz nah am Titel

Groß-Rohrheim.Die Handballer des TV Groß-Rohrheim haben ihren ersten Matchball: Dank des 34:29 (16:16)-Erfolgs bei der SKG Bonsweiher kann das Team von Trainer Sascha Holdefehr am Samstag nach Ostern in eigener Halle gegen Heppenheim die Bezirksoberliga-Meisterschaft einfahren und den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. In der Mörlenbacher Weschnitztalhalle musste sich der TVG am Sonntagabend aber mächtig strecken, ehe die Punkte in trockenen Tüchern waren.

„Das war eine enorm starke Leistung meiner Mannschaft. Nicht unbedingt spielerisch und auch in der Abwehr können wir das noch besser – aber wie die Jungs die Nerven behalten und die Härte der Bonsweiherer weggesteckt haben, das war klasse“, lobte Holdefehr die Disziplin seiner Spieler. „Immer wieder mussten wir einstecken, es gab Gesichtstreffer und sehr hartes Einsteigen, aber wir haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen“, war der TVG-Coach mit der Härte der Gastgeber nicht einverstanden. „Ich hätte mir da noch ein rigoroseres Durchgreifen der Schiedsrichter gewünscht.

Immerhin gab es zwei Rote Karten gegen die Odenwälder: Zuerst musste Alexander Schemenauer runter (30.), kurz nach dem Seitenwechsel Jochen Eckstein (33.). Eine Schrecksekunde gab es für den Tabellenführer, als Alexander Anthes einen Schlag auf die Nase bekam. Erst vor kurzem hatte Anthes einen Nasenbeinbruch und als das Blut floss, wurde schon Schlimmes befürchtet. Aber nach dem Spiel konnte Holdefehr Entwarnung geben: „Die Nase scheint stabil zu sein.“ Nicht so glimpflich kam – ohne Fremdeinwirkung – Lukas Baumann davon, der sich in der zweiten Hälfte die Strecksehne am kleinen Finger riss. Ob er operiert werden muss, steht noch nicht fest.

Ochs erhält Sonderlob

Die Groß-Rohrheimer erwischten einen schlechten Start, lagen in der emotionalen Partie schnell 2:4 hinten und auch die 10:7-Führung nach einer Viertelstunde gab nicht die erhoffte Sicherheit. Zur Pause stand die Partie wieder unentschieden und besonders das Fehlen des verletzten Lukas Baumann machte sich in der nicht immer sattelfesten Deckung doch mehr bemerkbar als erwartet. Die beiden Torhüter Alexander und David Wägerle, die sich abwechselten, hatten hinter der Abwehr einen schweren Stand und agierten zudem auch nicht immer ganz glücklich.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der TVG auf 25:21 (45.) ab, doch Bonsweiher kämpfte weiter und schaffte nach dem 23:27 (49.) beim 26:27 acht Minuten vor dem Ende wieder den Anschlusstreffer. Die Gäste ließen sich nicht beirren, konterten und als Andreas Ochs in der 57. Minute zum 32:28 traf, war die Entscheidung gefallen. Apropos Ochs: Der Spielmacher und Torjäger des TVG ragte einmal mehr aus einer geschlossenen Teamleistung heraus und verdiente sich ein Sonderlob seines Trainers: „Er hat einige blaue Flecken, wurde immer wieder hart angegangen, aber sich nie provozieren lassen, sondern sportlich die passende Antwort gegeben.“ Jetzt haben die Groß-Rohrheim über Ostern die Gelegenheit, ihren Akku noch einmal aufzuladen und dann den ersten Matchball im Heimspiel gegen Heppenheim zu verwandeln. „Zu Hause und dann auch noch in einem Derby – das passt“, würde Holdefehr nur zu gerne schon am 27. April den Titel erringen. Sollte das noch nicht reichen, bleibt dem TVG noch das Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten MSG Roßdorf/Reinheim.

Rechnung mit Heppenheim offen

„Aber darauf wollen wir es nur ungern ankommen lassen, zumal wir gegen Heppenheim auch noch etwas gutzumachen haben“, erinnert der Groß-Rohrheimer Coach an die 24:26-Hinspielniederlage aus dem November. Übrigens die letzte, die der TVG hinnehmen musste.

SKG-Tore: Mader (11/5), Silber (6), Brehm (5), Wiegand (4), Schemenauer (2), Ruppert (1).

TV-Tore: Ochs (12/5), Olf (6), Sebastian Haas, Till Haas (je 4), Kautzmann, Anthes (je 3), Kehl (2). me