Handball

Handball-Bezirksoberliga Lampertheims Trainer Achim Schmied sieht kurz vor dem Saisonstart noch ein paar Baustellen

TVL lehnt Favoritenrolle ab

Lampertheim.Die Konkurrenz in der Handball-Bezirksoberliga hat mächtig Respekt vor dem TV Lampertheim. Einige Trainer in der Liga sehen die Spargelstädter sogar als Titelkandidat. Soweit will TVL-Trainer Achim Schmied nicht gehen: „Wir haben eine gute Mannschaft, können gegen jeden Gegner gewinnen und wollen unter die ersten Drei. Aber um tatsächlich um die Meisterschaft zu spielen, da muss auch der unbedingte Wille dazu vorhanden sein. Ob wir den haben, wird sich zeigen müssen.“

Gleich gegen Top-Team

Ein erster Härtetest wartet auf die Lampertheimer bereits am ersten Spieltag, am kommenden Sonntag. Dann muss der TVL zur HSG Langen, die Achim Schmied wiederum auf dem Zettel hat, wenn es um die Titelvergabe geht. „Für mich ist Langen neben der ESG Crumstadt der Top-Favorit. Ich sehe aber auch Rüsselsheim noch oben und bin ebenfalls gespannt, was die Tvgg Lorsch in dieser Runde macht. Den Lorschern traue ich zu, dass sie zur Überraschungsmannschaft werden“, so der TVL-Coach, der mit Interesse die Entwicklung von Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach („eine sehr schnelle, unbequem zu spielende Mannschaft“) und der HSG Weschnitztal beobachtet.

„Nach dem Zusammengehen der SKG Bonsweiher mit der HSG Weschnitztal ist der Kader dort deutlich gewachsen und sie haben auch noch den einen oder anderen Neuen dazubekommen. Unter anderem von uns ja Tino Bohrmann“, erklärt Schmied.

Neben Bohrmann hat auch Marvin Mischler die Spargelstädter wieder verlassen. Er ist zurück zur Tvgg Lorsch. In die zweite Mannschaft gingen Dennis Strubel und Torhüter Dimitri Wildt, wobei Wildt gleichzeitig auch noch Trainer der Damen der TG Laudenbach ist. Den vier Abgängen stehen fünf Neuzugänge gegenüber, wobei vier nicht wirklich neu in Lampertheim sind: Aus der eigenen Jugend rücken Tim Fendler, Justus Fröhlich und Alex Kühr nach, aus der zweiten Mannschaft Torhüter Max Gernsheimer, der zukünftig mit Frederick Saul das Duo zwischen den Pfosten bilden wird. Der einzig wirklich neue Spieler im Trikot des TVL ist Robert Weiß.

Der 31-Jährige war bis vor einem Jahr beim VfL Potsdam Leistungsträger in der Zweiten und Dritten Liga und hatte nach mehreren Verletzungen an Knie und Schulter eigentlich seine Laufbahn beendet. Vor einigen Monaten juckte es ihn dann aber wieder und Weiß, Ehemann von Kanu-Olympiasiegerin Nicole Reinhardt, schloss sich den Handballern an seinem neuen Wohnort an. „Er macht sich richtig gut“, freut sich Schmied über den Neuzugang, erklärt aber auch, dass von Robert Weiß keine Wunderdinge zu erwarten sein werden: „Ihm fehlen noch die Spritzigkeit und die schnellen Beine und seine Würfe sind nach der Schulterverletzung auch nicht mehr bei 100 Prozent. Wir sind aber froh, dass er bei uns ist.“

In der Vorbereitung lief es für die neu formierte Lampertheimer Mannschaft nicht immer nach Wunsch: „Es haben sich Licht und Schatten abgewechselt“, gibt Schmied zu. Gar nicht gut lief es beim Sebastian-May-Gedächtnisturnier in Groß-Rohrheim. „Da waren wir einfach schlecht“, so der Trainer. Dafür absolvierte der TVL „ein richtig gutes Trainingslager“ in Großwallstadt über drei Tage. „Da ist unser 18er Kader zusammengerückt. Das war ein sehr intensives, äußerst positives Trainingslager“, erklärt Schmied, der kurz vor dem Rundenstart mit seiner Deckung und dem Umschaltspiel in die erste und zweite Welle schon zufrieden ist. „Im Positionsangriff haben wir aber noch Luft nach oben. Da müssen wir noch nacharbeiten“, hat er erkannt. „Ich bin aber überzeugt davon, dass wir mit unserem Kader unter die Top Drei der Liga gehören und das wollen wir von Anfang an auch zeigen.“ Am liebsten gleich mit einem Auswärtscoup in Langen. me