Handball

Handball Trotz der Verschiebung des Starts will der Bezirksoberligist in den Rhythmus kommen

TVL schaltet in Saison-Modus

Archivartikel

Lampertheim.Der Vorbereitungsplan war klar: Zum Rundenstart am 12. September sollte das Team topfit sein. Doch für Achim Schmied, den Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, kam es bekanntlich doch ganz anders. Nachdem der Hessische Handball-Verband jüngst beschlossen hatte, den Rundenstart wegen steigender Corona-Infektionszahlen auf das Wochenende 17./18. Oktober zu verschieben, gilt es nun, das bisher im Training Erarbeitete und die Spannung zu erhalten.

„Wir stehen eigentlich genau da, wo wir zum Rundenstart stehen müssten. Wir wären so weit“, findet Schmied. Und er wird jetzt auch nicht die Vorbereitung künstlich verlängern, sondern mit seinem Team nun in den Saison-Modus schalten. „Wir haben schon zwei Spiele gegen Bensheim/Auerbach und Trebur ausgemacht und sind noch auf der Suche nach ein, zwei weiteren Partien. Dann wären wir bis zum Rundenbeginn im Spielrhythmus. Etwas Außergewöhnliches machen wir jetzt nicht mehr“, erklärt der erfahrene Trainer.

Auch am vergangenen Wochenende stand für die Spargelstädter ein Testspiel auf dem Programm. Bei der HSG Erbach/Dorf Erbach feierte der TV Lampertheim einen 38:30-Erfolg. „Dabei hat unser Tempospiel wirklich gut funktioniert“, freut sich Schmied. Über die erste und zweite Welle sowie über die schnelle Mitte markierte Lampertheim über 20 Treffer. „Dass wir dafür auch 30 Gegentore kassiert haben, ist zwar ärgerlich, stört aber auch nicht sonderlich“, so der Coach.

In den nun folgenden Trainingseinheiten soll der Schwerpunkt nun vor allem auf die Defensive gelegt werden. „Das Training wird ablaufen, als wären wir im Pflichtspielbetrieb, nur die spezifische Vorbereitung auf den Gegner wird wegfallen“, erläutert Schmied, der bei den Übungseinheiten auch auf die Expertise von Thorsten Jakob zurückgreifen kann. Jakob hat lange die Jugend des TVL trainiert, aus der nun etliche Spieler ins Bezirksoberliga-Team aufgerückt sind. „Das war für mich eine sehr gute Ergänzung“, so Schmied, der Jakob als gleichberechtigten Trainer ansieht.

„Ich spreche bei Thorsten deshalb auch nicht von einem Co-, sondern von einem Mit-Trainer“, erklärt er. In der Mannschaft hat Schmied „eine positive Stimmung“ ausgemacht: „Wir werden trotz unseres Umbruchs sicherlich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen“, ist er überzeugt. Nach ganz oben soll es aber auch nicht gehen – auch wenn er angesichts der Pandemie-Situation vieles für möglich hält: „Ich gehe nicht davon aus, dass eine komplette Runde gespielt wird. Entsprechend rechne ich mit einigen Überraschungen.“ me