Handball

Handball-Bezirksoberliga 25:16 über ESG Erfelden / Nachwuchskräfte überzeugen

Ungefährdeter TVL-Erfolg

Archivartikel

Lampertheim.Die Handballer des TV Lampertheim haben ihre Pflicht erfüllt: Mit 25:16 (13:6) gewann das Team von Trainer Achim Schmied bei der ESG Erfelden und bleibt damit nach drei Spielen und vor einer einwöchigen Pause ungeschlagen.

„Das spielfreie Wochenende kommt uns gerade recht. Da können wir einmal durchschnaufen, ein paar Blessuren auskurieren und dann danach gegen Rüsselsheim wieder angreifen“, meinte Schmied nach dem Auswärtssieg, den er als „absolut ungefährdet“ ansah. „Bei allem Respekt vor dem Gegner, aber Erfelden wird in dieser Besetzung eine schwere Runde vor sich haben“, vermisste der TVL-Coach einige Leistungsträger aus vergangenen Jahren bei den Gastgebern.

Allerdings lief es auch bei den Lampertheimern nicht von Beginn an rund. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe die Spargelstädter sich auf Erfelden eingestellt hatten. Aber nach dem 5:5 platzte der Knoten und nach dem 10:5 (23.) musste Schmied nicht mehr um die Punkte bangen. „Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich klar, dass wir hier nicht verlieren können, wenn wir nicht auf einmal etwas ganz Verrücktes machen“, meinte der Coach.

Spielfreies Wochenende

Seine Mannschaft zeigte sich stabil und abgeklärt – und selbst die junge Garde überzeugte. Beim 16:6 kurz nach dem Seitenwechsel betrug die Lampertheimer Führung erstmals zehn Tore und pendelte sich in dieser Höhe ein. Dass Erfelden den zuletzt überragenden TVL-Routinier Michael Redig von Beginn an in enge Deckung nahm, störte das Lampertheimer Spiel in keiner Weise. Im Gegenteil: Die Gäste nutzten die sich dadurch bietenden Räume und am Ende konnten sich elf Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Dabei stach Alex Kühr besonders hervor: Der gerade aus der A-Jugend gekommene Linkshänder machte eine starke Partie, traf viermal. „Es war eigentlich sein erster richtiger, längerer Einsatz in der ersten Mannschaft. Er ist noch so auf der Schwelle zwischen Erster und Zweiter. Aber heute hat er ein wirklich gutes Spiel gemacht und sich für weitere Aufgaben empfohlen“, lobte Schmied den Youngster. Aber auch Felix Nieter und Justus Fröhlich überzeugten und zeigten ihr Potenzial.

Zu keinem Problem wurde – erwartungsgemäß – das Fehlen der beiden etatmäßigen Torhüter Max Griesheimer und Frederick Saul. Für sie sprangen die Routiniers Dimitri Wildt und Tobias Zielonka in die Bresche. Wildt begann und zeigte in den ersten 45 Minuten eine starke Vorstellung. „Das hatte ich von ihm auch nicht anders erwartet“, so Schmied über den erst vor der Runde aus Zeitgründen in die Reserve gewechselten Keeper. In der Schlussphase hütete dann Zielonka, der seine Karriere eigentlich schon beendet hat und inzwischen Abteilungsleiter des TVL ist, das Gehäuse und zeigte mit drei tollen Paraden gleich, dass auf ihn immer noch Verlass ist.

TVL-Tore: Nieter (5/3), Kühr, Fröhlich (je 4), Glanzner, König, Radmacher, Zielonka (je 2), Karb, Eschenauer, Deissler, Redig (je 1). me