Haus und Garten

Urteil Liftkosten auch im Erdgeschoss

Alle bezahlen für Aufzug

Archivartikel

Berlin/Karlsruhe.Ein Fahrstuhl kann das Leben leichter machen. Eigentümer dürfen Mieter an Kosten beteiligen, wenn dies im Mietvertrag vorgesehen ist. Auch wer im Erdgeschoss wohnt, kann dazu verpflichtet werden. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor (Az.: VIII ZR 103/06), berichtet der Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland.

Anteilige Rechnung unmöglich

Dies gilt auch, wenn es im Haus weder einen Keller noch einen Dachboden gibt, der mit dem Aufzug erreicht werden könnte. Das Argument der Richter: Mieter nutzen auch andere Vorteile ungleich und verursachen dadurch unterschiedlich hohe Kosten. Beispiele sind die Beleuchtung von Eingang und Treppenhaus, die Kosten für die Reinigung dieser Bereiche oder der Gartenpflege. Eine anteilige Abrechnung wäre zu unübersichtlich und oft nicht durchführbar.

Anders ist es laut BGH, wenn Mieter ihre Wohnung mit dem Fahrstuhl überhaupt nicht erreichen können (Az.: VIII ZR 128/08). Das ist gegeben, wenn sich der Lift in einem anderen Gebäudeteil befindet – im verhandelten Fall im Vorderhaus. dpa