Haus und Garten

Recht Gute Argumente für eine Untervermietung nötig

Befristeter Job als Grund

Archivartikel

Berlin.Mieter dürfen ihre Bleibe nicht untervermieten, ohne die Zustimmung ihres Vermieters einzuholen. Hat der Mieter aber ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung, muss der Vermieter das akzeptieren. Er kann eine Untervermietung zum Beispiel nicht ablehnen, wenn ein Mieter befristet einen Job im Ausland annimmt. Das hat das Amtsgericht Tempelberg-Kreuzberg in Berlin entschieden, wie die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV) mitteilt.

In dem Fall wollte ein Mieter für zwei Jahre in der Mongolei eine Gastdozententätigkeit übernehmen. Seine Wohnung wollte er untervermieten, doch der Vermieter verweigerte die Zustimmung. Er berief sich insbesondere darauf, dass die von ihm verlangten Belege des Mieters wie offizielle Dokumente, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen nicht vorgelegt wurden.

Glaubhafte Darlegung

Diese Argumente des Vermieters überzeugten das Gericht nicht. Der Mieter habe genügend Unterlagen beigebracht, um glaubhaft zu machen, dass er für zwei Jahre einen beruflich bedingten Auslandsaufenthalt wahrnimmt. Die von ihm vorgelegte Bestätigung der Hochschule reiche aus, ebenso die Berechnung, dass der Mieter aus wirtschaftlichen Gründen auf die Untervermietung angewiesen sei.

Der Vermieter müsste diesen Gründen im Einzelnen entgegentreten, so das Gericht. Wenn er dies nicht kann, muss er seine Zustimmung erteilen. tmn