Haus und Garten

Sicherheit Vorkehrungen inzwischen schon häufig Standard / Pflege und Wartung notwendig

Brandmelder regelmäßig überprüfen

Berlin.Ein Rauchmelder kann Leben retten. Bricht ein Brand aus, bleibt nur wenig Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Löst der Melder rechtzeitig Alarm aus, können Betroffene schnell reagieren. Dafür muss der Rauchmelder aber einwandfrei funktionieren.

Das lässt sich einfach testen: Einmal im Jahr von Hand den Alarmknopf zum Test drücken. „Die Wartung erfolgt nach Betriebsanleitung des Gerätes“, sagt Claudia Groetschel vom Forum Brandrauchprävention. „Aber auch wenn einmal jährlich empfohlen wird – am besten ist es, öfter selbst den Testknopf zu drücken.“

Ertönt beim Test nach einigen Sekunden kein Signalton, ist es ratsam, die Batterien auszutauschen. Hilft das nicht, muss ein neuer Melder her.

Die Geräte melden sich im besten Fall aber auch selbst, wenn ihre Batterie leer ist – mit einem eigenen Ton, der sich vom richtigen Alarm unterscheidet. Bei Rauchbildung ertönt ein lauter und zusammenhängender Alarmton. Der Batteriewarnton ist deutlich gemäßigter.

Schmutz entfernen

Man sollte die Geräte von Staub und grobem Schmutz befreien und bei zu starker Verschmutzung auswechseln, rät Groetschel: „Gerade die Öffnungen für den Rauch müssen frei von Staub und Schmutz sein.“

Die Initiative Elektro+ empfiehlt, den Rauchmelder mit einem weichen, feuchten Tuch abzuwischen. Von einer Reinigung mit dem Staubsauger sei abzuraten, weil wegen des starken Luftstroms sonst die Gefahr bestünde, dass Schmutz in den Apparat gelangt.

Alltägliche Gewohnheiten wie Rauchen und der Gebrauch von Haarspray direkt im Umfeld des Rauchmelders können den Verschleiß der Brandmelder beschleunigen, warnt die Initiative Elektro+.

Die Initiative empfiehlt, herauszufinden, wer für die Reinigung der Rauchmelder zuständig ist. Das können je nach Bundesland sie selbst oder der Vermieter sein. Darüber hinaus ist es ratsam, dies schriftlich festzuhalten. So könne man nach einem Brand besser nachvollziehen, wer wann die Melder getestet hat, sollten dennoch Unregelmäßigkeiten auftreten.

Halben Meter Abstand

Groetschel ergänzt, dass man auf die Sauberkeit der Rauchmelder gerade auch bei Renovierungen achten muss: „Beim Parkettabschleifen und ähnlichen staubigen Arbeiten die Melder am besten von der Decke nehmen, in einer Plastiktüte in die Schublade legen und nachher wieder montieren.“

Die Expertin empfiehlt auch das Anbringen eines Warngerätes in der Küche. In Küchen müssen aber wegen des Dampfes Sondermodelle installiert werden, damit nicht Fehlalarme ausgelöst werden. Empfehlenswert sind zum Beispiel Rauchmelder mit Zwei-Kammer-Mess-System, die nur auslösen, wenn Rauch- und Hitzeentwicklung zusammentreffen.

Wichtig ist die Qualität: Zwar müssen in der EU alle Rauchmelder das CE-Zeichen tragen. Groetschel rät, zusätzlich nach der Kennzeichnung „Q“ auf der Verpackung zu suchen. Dieses Siegel steht für hochwertige Produkttests und weist eine Lebenszeit der festeingebauten Batterie von zehn Jahren aus.

Rauchmelder funktionieren nur einwandfrei, wenn sie an einer passenden Stelle montiert sind – am besten an die Decke in der Raummitte. „Empfohlen wird ein Mindestabstand von 0,5 Metern zu Lampen und Stromleitungen,“ erklärt Groetschel.