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Drei Pflegetipps für den Osterstrauß

Archivartikel

Sie wundern sich, warum Ihr Tulpenstrauß nicht lange frisch bleibt? Schneiden Sie die Stiele etwa mit der Schere an? Tulpenzüchter und -anbauer nennen ihre besten Tipps.

Tulpen sind ein bisschen anders als andere Schnittblumen. Natürlich brauchen auch sie regelmäßig neues Wasser in der Vase, um lange frisch zu bleiben. Aber es gibt ein paar Tricks, die nur für sie gelten. Diese verrät die Tulip Promotion Netherlands, eine Vereinigung von mehr als 500 Tulpenzüchtern und -anbauern:

Tipp 1: Quietschen lassen

Sieben bis zehn Tage lang hält sich ein frisch geschnittener Strauß in der Vase, sagen die Experten. Ob der Käufer wirklich frische Ware im Handel erstanden hat, erkennt er unter anderem an den Blättern und Stielen. Zum Test muss man diese ganz leicht aneinanderreiben und darauf achten, ob sie leise quietschen. Ist das der Fall, sind die Tulpen frisch.

Außerdem sollte sich der Bund knackig und fest anfühlen, und die Enden der Stiele dürfen nicht weiß und trocken sein. Die Experten raten, geschlossene Blütenköpfe zu wählen, die aber bereits ihre Farbe zeigen. Komplett grüne Knospen sind noch sehr unreif, hier bestehe die Gefahr, dass sie sich zu Hause nicht richtig entwickeln.

Tipp 2: Messer statt Schere

Der Tipp, die Stielenden etwas zu kürzen, bevor man Schnittblumen in die Vase gibt, ist allgemein bekannt. Doch was eignet sich dafür am besten? Die Schere sollte es auf keinen Fall sein. Denn die quetscht beim Schnitt den Stängel und behindert so die Aufnahme von Wasser. Besser ist ein scharfes Messer – damit die Stielenden um ein bis zwei Zentimeter kürzen. Dies ist erneut nötig, wenn die Schnittflächen braun werden.

Außerdem sollte man überflüssige Blätter entfernen, so dass am besten nur ein bis zwei am Tulpenstiel bleiben.

Tipp 3: In kaltes Wasser stellen

Lauwarmes Wasser mögen die meisten Schnittblumen. Tulpen aber nicht. Stellt man sie in zu warmes oder gar heißes Wasser, weichen die Stiele auf. Das schwächt die Pflanzen. Daher Tulpen immer in kaltes Wasser stellen, raten die Tulpenzüchter und -anbauer.

Und: Nicht zu viel Wasser auf einmal geben, ein Drittel der Vase reicht. Bei Bedarf einfach nachgießen. Es ist von Vorteil, wenn die Tulpen in einem Glasgefäß stehen. Denn dann fällt es auf, wenn sich das Wasser eintrübt – ein Zeichen dafür, dass es Zeit ist, es auszutauschen.

Schnittblumennahrung benötigen die Tulpen laut Experten nicht, aber sie helfe, die Ausbreitung von Bakterien einzudämmen. dpa