Haus und Garten

Frühblüher jetzt ab in die Erde

Bereit fürs Frühjahr? Keine Sorge: Herbst und Winter fallen nicht aus! Aber schon jetzt müssen Hobbygärtner einiges für das nächste Jahr vorbereiten: Sie können die Zwiebeln für Krokusse, Hyazinthen, Narzissen und Tulpen setzen.

Es mag Menschen geben, die wollen jetzt auf keinen Fall schon wieder an Sonne und Wärme denken – nach diesem ungewöhnlich prächtigen Sommer 2018. Hobbygärtner sollten die nächste warme Jahreszeit aber auf jeden Fall schon wieder genau im Blick haben. Denn dann zeigen sich die Krokusse, Hyazinthen, Narzissen und Tulpen – wenn man sie noch in diesem Herbst pflanzt.

Der Kauf: Beim Kauf sollten Hobbygärtner auf feste Zwiebeln und Knollen achten. Außerdem dürfen sie keine kranken Teile oder Fraßschäden aufweisen. Die Bayerische Gartenakademie rät, dicke Exemplare zu bevorzugen. Sie entwickeln für gewöhnlich mehr Blütenstände und größere Blüten.

Die Setzzeit: Am besten setzt man die Zwiebeln im Oktober und November. Oder genauer gesagt: Sie müssen in den Boden, bis er durch die ersten Fröste friert. Das kann in milden Jahren auch erst im Dezember der Fall sein. Gut ist zum Pflanzen ein Tag, an dem der Boden etwas feucht ist, raten die Experten. Das erleichtert das Graben. Je wärmer der Boden noch ist, desto besser können die Zwiebeln Wurzeln bilden.

Der Standort: Die meisten Zwiebelpflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Gut geeignet sind Orte, die noch nicht dicht besiedelt sind, wenn Krokusse, Narzissen und Tulpen aufblühen. Denn dort kommen die Frühblüher besonders gut zur Geltung. Das ist laut Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am Rand von Gehölzen der Fall, sowie zu der Zeit auch noch in Stauden- und Rosenbeeten.

Da Krokus, Narzisse und Tulpe nach ihrer Blüte nur noch wenig hermachen, ist es gut, wenn schon bald die anderen Pflanzen austreiben und sie optisch verdrängen. Auch der Boden am Standort sollte passen. Er sollte Wasser gut abfließen lassen, denn Staunässe führt an Zwiebeln und Knollen leicht zu Fäulnis.

Im Kübel: Die Bepflanzung im Kübel ist dann eine Alternative, wenn der Gartenboden für die Zwiebeln ungeeignet ist. Aber auch das Aufarbeiten des Bodens ist keine allzu große Sache: Schwere Böden versehen Hobbygärtner am unteren Ende des Pflanzlochs mit einer Drainage-Schicht aus Kies und grobem Sand. Die Erde für das Auffüllen des Lochs wird außerdem mit Sand vermengt, rät die Gartenakademie.

Die Tiefe: Gegraben wird zweimal so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Zwischen einzelnen Pflanzen sollten zwei bis drei Zwiebelbreiten leer bleiben. Nur Kibitzei und Lilien brauchen Pflanztiefen von bis zu 25 Zentimetern. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt, Zwiebeln und Knollen etwas Nährstoffe für den Start mitzugeben. Je Quadratmeter Boden am besten zwei Kilogramm Kompost einarbeiten. Übrigens keine Sorge: Verkehrt herum setzen kann man die Zwiebeln und Knollen eigentlich nicht. In der Regel erkennt man die Nase beziehungsweise Spitze gut, die nach oben zeigen muss.

Wer gerne die Blumenzwiebel und -knollen in den Rasen geben möchte, für den hat die Gartenakademie einen Tipp: Statt die Gräser zu zerstören, einfach die Rasendecke abstechen und hochheben, Zwiebel reinsetzen und die grüne Schicht wieder ablegen.

Die Anordnung: Die Menge wirkt. Lieber setzen Hobbygärtner von den kleinen Farbtupfern möglichst viele in Tuffs zusammen, als diese einzeln weit zu streuen. Schön ist es auch, wenn man die zeitliche Abfolge bedenkt und mehrere Blumengattungen mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten verwendet. Zur Orientierung: Den Anfang machen Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokusse. Später folgen Hyazinthen, Winterlinge, Narzissen und Tulpen.

Arrangement im Topf: Die Experten der Zeitschrift „Mein schöner Garten“ raten für Töpfe zur Lasagnemethode. Wie bei dem italienischen Gericht Zutaten in Lagen geschichtet werden, kommen hier die Zwiebeln verschiedener Blumen in Schichten in Kübel, Topf oder Schale. Hochwachsende Arten mit großen Zwiebeln wie die der Kaiserkronen kommen nach ganz unten. Tulpen und Narzissen werden darüber in die mittlere Schicht gelegt, obenauf kleine Arten wie Krokusse oder Traubenhyazinthen. Dazwischen wird jedes Mal eine Schicht Erde gegeben.