Haus und Garten

4wände

leuchtender Sommerabend

Archivartikel

Cassina hat in diesem Jahr erstmals Leuchten für Wohn- und Essbereiche im Freien im Programm. Darunter erinnert das Modell Bollicosa Nauticat an die Glaskugeln, die Fischer früher mit Tau umflochten und an die Enden ihrer Netze banden, um sie über Wasser zu halten. Die Leuchte besteht aus mundgeblasenem Glas mit eingeschlossenen Bläschen. Allerdings machen allein die Größen mit einem Durchmesser von 30 beziehungsweise 50 Zentimetern klar, hier geht es nicht mehr um Fischernetze. Mit beigefarbenen Kordeln und grünen oder rostfarbenen Knoten lassen sie sich über den Balkontisch hängen.

Schon ein Leuchten-Klassiker ist Twiggy von Foscarini mit federndem, an eine Angelrute erinnerndem Gestell – aber das Design ist nach wie vor aktuell. Die Variante für die Terrasse namens Twiggy Grid Terra hat einen Schirm, den Designer Marc Sadler wie ein Gewebe gestaltet hat. Durch die grobe Struktur scheint das Licht. Außerdem befindet sich an der oberen Kante eine LED-Leiste, die einen feinen zusätzlichen Lichtring entstehen lässt.

Aus speziellen Kordelschnüren, die schneckenförmig aufgerollt und zusammengenäht wurden, sind die korbähnlichen Boden- oder Tischleuchten Agadir von Paola Lenti. In fröhlichen Farben wie Pink, Gelb, Türkis oder Limonengrün können die Laternen überall dort Licht geben, wo es gerade benötigt wird: Bis zu sechs Stunden hält der Akku, der sich via USB-Anschluss aufladen lässt.

Herkner hat für den britischen Gartenspezialisten Gloster eine Außenleuchte designt: Ambient Line hat einen mundgeblasenen Zylinder aus Rauchglas mit Schilfglasverzierung. Wahlweise gibt es eine mobile Version mit Griffen aus Metallguss oder eine mit einem Metallständer. Beide können über das Stromnetz oder über ein Solarmodul auf der Oberseite geladen werden. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Leuchte Star (1) von Solpuri, die sich besonders gut für den Tisch eignet. Es gibt sie entweder mit vertikaler Teak-Lattung oder mit Seil-Geflecht.

Auf einen kunstvollen Effekt setzt dagegen die Designfirma Nendo: Der Japaner Oki Sato kombiniert bei der Leuchte Heco (2) für Flos einen dünnen Rahmen mit einer beleuchteten Kugel. Ob als Tisch oder als Objekt, das an die Wand gelehnt werden kann: Die technischen Objekte wirken, als würden sie wie fragile Skulpturen Licht ins Dunkel bringen.

Auf einen ganz anderen Look setzt Fumie Shibata aus Tokio: Die Leuchte Bonbori (3) hat einen Edelstahlsockel, kombiniert mit einem eleganten mundgeblasenen Glasschirm. Für den neuen Outdoor-Typus ließ die Designerin sich von den traditionellen Papierlampions ihrer Heimat inspirieren.

Ilia Eckardt hat eine Kollektion für das Label Tribù namens Monsieur Tricot (4) entworfen, die auf markante Strick- und Häkelelemente setzt. „Ich bin in der belgischen Modeszene aufgewachsen“, erklärt der Designer aus Antwerpen. „Basierend auf dieser Erfahrung experimentierte ich bei meinen Entwürfen mit innovativen Stricktechniken und witterungsbeständigem Garn, um den textilen Look auf andere Produkte zu übertragen.“