Haus und Garten

Recht Erhöhung nach Modernisierung begrenzt

Maximal acht Prozent Mietanstieg

Berlin.Nach einer Modernisierung am Haus können die Mieten steigen. Seit dem 1. Januar 2019 gelten dafür aber neue gesetzliche Regelungen, die die Mieterhöhungsspielräume der Vermieter begrenzen: Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) darf der Vermieter statt elf Prozent nur noch acht Prozent der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Als Modernisierungen gelten Baumaßnahmen, die den Wohnwert erhöhen oder helfen, Energie zu sparen.

Außerdem gibt es für Mietsteigerungen Kappungsgrenzen: Die Mieterhöhung nach einer Modernisierung darf höchstens drei Euro pro Quadratmeter betragen. Lag die Miete vor der Modernisierung unter sieben Euro pro Quadratmeter, dann darf die Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung höchstens zwei Euro pro Quadratmeter ausmachen. Diese Kappungsgrenzen gelten für Modernisierungsmieterhöhungen innerhalb eines Zeitraums von sechs Jahren.

Wichtig zu beachten: Hat der Vermieter noch Ende 2018 eine wirksame Modernisierungsankündigung verschickt, richten sich die Mieterhöhungsmöglichkeiten nach altem Recht. Er kann nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme, zum Beispiel im Herbst 2019,elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen und muss keine Kappungsgrenze einhalten. Der Mieterbund rät, entsprechende Schreiben auf jeden Fall prüfen zu lassen. Nicht jede in letzter Sekunde verschickte Modernisierungsankündigung ist auch tatsächlich wirksam. dpa