Haus und Garten

4wände Wandfarben

Metallischer Schimmer

Archivartikel

Weiße Wände waren gestern: Strukturierte Oberflächen im METALL- oder ROST-LOOK lassen Raum für KREATIVITÄT. Ob klassisches Gold, kühles Silber oder Industrie-Stil - passionierte Handwerker finden genügend Auswahl, den Wänden ihres Zuhauses eine außergewöhnliche Wirkung und CHARAKTER zu verleihen.

Mit Farben und Flächen spielen und jedem Raum eine eigene Wirkung verleihen: Passionierte Heimwerker geben sich nicht mit immer nur weißen Wänden zufrieden, sondern wollen ihre eigene Kreativität entfalten. Die aktuellen Trends eröffnen ihnen dazu alle Freiheiten. Besonders reizvoll ist beispielsweise das Spiel mit strukturierten Oberflächen, die sowohl optisch als auch haptisch überzeugen. Dabei darf es gerne etwas edler zugehen: Der Metall-Look, ob im klassischen Gold oder in einem kühlen Silber, ist derzeit angesagt - ebenso wie die Rost-Optik.

Die neuen Materialien sind einfach zu verarbeiten. Dafür sind nur zwei Arbeitsschritte nötig: Zuerst wird eine Grundfarbe, entsprechend abgetönt, aufgetragen. Wenn sie getrocknet ist, folgt die Effektfarbe, die mit einer Strukturbürste ihre spezielle Optik erhält. Beispielsweise stehen edles Gold, elegantes Blassgold oder kühles Silber zur Wahl - entweder metallisch funkelnd oder auch mit schimmernder matter Oberfläche. Erhältlich sind die Strukturen in vielen Baumärkten.

Oder wie wäre es mit einem Wohnzimmer, das wie eine in Würde gealterte Industriehalle wirkt: Der Used-Look von Rost ist derzeit "in" und prägt den Stil von der Mode bis zur Architektur. Und selbst eher langweilig wirkenden Wänden lässt sich mit der Eisenfarbe eine außergewöhnliche Wirkung verleihen. "Charakter liegt wieder im Trend - Schluss mit weißen Wänden", bringt Interieur-Designerin Eva Brenner den neuen Stil auf den Punkt.

Um den Industrie-Look ins Wohnzimmer zu holen, sind ebenfalls nicht viel Mühe und handwerkliches Geschick notwendig. Auch hier wird zuerst die Grundfarbe gleichmäßig aufgetragen. Zusammenhängende Flächen sollten dabei immer "nass in nass" ohne Unterbrechung gestrichen werden, um sichtbare Ansätze zu vermeiden. Wenn die Grundfarbe getrocknet ist, folgt die passende Effektlasur in der warmen Rost-Optik. Am besten ist es, in der oberen Ecke der Wand zu beginnen und sich allmählich diagonal nach unten vorzuarbeiten. Die Teilflächen, die der Heimwerker bearbeitet, sollten nicht größer sein als ein bis zwei Quadratmeter.Die Trendstruktur benötigt etwa zwei bis drei Minuten zum Lüften, bevor sie mit einem trockenen Kurzflorroller kreuz und quer bearbeitet wird und so ihre individuelle Optik erhält. Zeitsparend ist es, diese Arbeitsschritte zu zweit zu erledigen - so kann der Partner in der Zwischenzeit bereits die Struktur auf den nächsten Teilabschnitt auftragen. Stolz kann man dann gemeinsam auf das Renovierungsergebnis blicken. Da sich Trends immer wieder ändern, ist auch das Entfernen der Struktur kein Problem: Dazu kann die Wand später einfach überstrichen werden - ganz ohne vorheriges Abschleifen. djd