Haus und Garten

Hausflur Kinderwagen und Rollatoren dürfen stehenbleiben

Mit Rücksicht auf die Nachbarn

Berlin.Fahrrad, Kinderwagen, Schuhe: Im Treppenhaus und vor Haustüren in Mehrfamilienhäusern stehen oft allerlei Sachen herum. Klar: In der eigenen Wohnung ist nicht genug Platz, also raus damit. Für Nachbarn kann das allerdings schnell zum Ärgernis werden. Spätestens dann, wenn es den Zutritt zum Treppenhaus und in die eigene Wohnung erschwert. Aber was dürfen Mieter eigentlich alles im Hausflur abstellen?

Grundsätzlich sollten sich alle Hausbewohner merken: Das Treppenhaus ist eine Gemeinschaftsfläche, die hauptsächlich dazu da ist, um von einer Wohnung zur anderen zu kommen, oder um das Haus zu verlassen.

Freien Weg für Feuerwehr

Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte man also nichts im Flur stehenlassen, was die anderen Mieter beeinträchtigt, stört oder gar gefährdet. Das erklärt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ (11/2020).

Eine Gefährdung liegt zum Beispiel dann vor, wenn Gerümpel im Hausflur den Brandschutz betrifft. Die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes regelt, wie ein Treppenhaus beschaffen sein muss, damit die Feuerwehr jederzeit Zutritt hat. Auch dürfen Möbel oder Fahrräder den Fluchtweg der Bewohner nicht blockieren.

Blick in den Mietvertrag

Ist man sich unsicher, ob das Schuhregal vor der Wohnung erlaubt ist, oder ob der Rollator dort abgestellt werden darf, lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag oder die Hausordnung. Denn oft schreibt der Vermieter hier vor, was erlaubt ist – und was nicht.

Weigert sich ein Mieter trotz Aufforderung des Vermieters, seine Sachen aus dem Hausflur wegzuräumen, kann im schlimmsten Fall sogar eine Kündigung drohen.

Aber nicht jedes Verbot ist auch gültig. Sind Mieter auf bestimmte Gegenstände wie Kinderwagen oder Rollator angewiesen, dürfen sie diese in der Regel auch im Hausflur abstellen. Immer unter der Voraussetzung natürlich, dass man dadurch niemanden gefährdet, der Flur groß genug ist und kein anderer Abstellplatz gut zu erreichen ist - beispielsweise die eigene Wohnung per Fahrstuhl. tmn