Haus und Garten

Bundesfinanzhof Besondere Regeln bei neuen Wohnungen

Sanierung mindert Steuerlast

Berlin.Für Vermieter kann es sich lohnen, bis zum Jahresende alle Arbeiten in ihrer Immobilie zu erledigen, die ohnehin anstehen. Denn dann können die Ausgaben als Werbungskosten bei der Steuererklärung 2018 geltend gemacht werden, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wurde die Immobilie aber erst vor knapp drei Jahren angeschafft, muss genau gerechnet werden.

15 Prozent als Grenze

Der Grund: Innerhalb der ersten drei Jahre nach Anschaffung einer Immobilie dürfen die Kosten für Instandsetzung und Modernisierung 15 Prozent der Anschaffungskosten nicht übersteigen. Tun sie es doch, müssen die Ausgaben als Anschaffungskosten verbucht und über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Wichtig zu wissen: Der Bundesfinanzhof bezieht Schönheitsreparaturen – also zum Beispiel das Streichen von Wänden – jetzt in die Drei-Jahres-Betrachtung mit ein. Übersteigen die Gesamtmaßnahmen inklusive der Schönheitsreparaturen die 15-Prozent-Grenze, sind die gesamten Kosten nur verteilt über die Nutzungsdauer abschreibbar.

Für Kaufverträge, die vor dem 1. Januar 2017 abgeschlossen wurden, bleibt es nach Angaben des Steuerzahlerbundes bei der früheren Rechtslage, wonach ein Sofortabzug dieser Kosten möglich war – allerdings nur auf Antrag.