Haus und Garten

Gesundheit Worauf Bauherren achten sollten

Schadstoffarmes Material im Vertrag festschreiben

Düsseldorf.Wer eine Immobilie umbauen oder renovieren will, sollte auf die Verwendung schadstoffarmer Materialien achten – und diese im Bauvertrag vorab festlegen. Zwar gibt es baurechtliche Vorgaben für die Wahl der Bauprodukte, doch oft geht es dabei mehr um die Abwehr akuter Gefahren und weniger um die gesundheitliche Vorsorge, informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Für eine schadstoffarme Innenraumluft sei es aber ratsam, ein höheres Maß an Gesundheits- und Umweltstandards zu fordern, als die rechtlichen Regelungen dies derzeit vorschreiben.

Bei der Wahl der Materialien können sich Auftraggeber an den Standards anerkannter Siegel orientieren. Die Verbraucherschützer empfehlen etwa Blauen Engel, Eco Institut-Label oder natureplus. Auch ein Sachverständiger oder ein Architekt mit dem Schwerpunkt ökologisches Bauen kann den Bauherren über emissionsgeprüfte Produkte informieren. Zudem kann er darauf achten, dass die verwendeten Materialien aufeinander abgestimmt sind.

Auch wenn Auftraggeber bestimmte Materialien vermeiden wollen, etwa weil sie unter Allergien oder Atemwegserkrankungen leiden, sollten sie diese im Vertrag ausschließen. Wichtig zu wissen: Auch ein Recht auf Auskunft, welche Materialien die Firma genau verbaut, besteht nur, wenn dies beide Vertragspartner schriftlich vereinbart haben.