Haus und Garten

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Schwimmen auf engstem Raum

Archivartikel

Swimmingpool: Badespaß ist auch in kleinen Gärten möglich

Nur zwölf Meter lang und zehn Meter breit ist der Garten hinter dem Haus. Das Kleinod soll schön grün sein, Beete und Bäume haben, aber auch Platz zum Grillen und Relaxen bieten. Schade nur, dass dann für einen Pool kein Platz mehr zu bleiben scheint. Stimmt nicht. Zu kleine Grundstücke für ein Becken gibt es nicht. Hausbesitzer, die eher Wellness wollen, können bereits mit Whirlpool oder Tauchbecken zufrieden sein. Für reine Entspannung kann das schon genügen. Aber auch das Schwimmen am Morgen ist drin. Hans-Georg Biesemann, Vize-Präsident des Bundesverbands Schwimmbad & Wellness in Köln, empfiehlt ein Becken mit einer Mindestbreite von 2,50 Metern. Und die Länge? Schwimmer wollen ja ein paar Züge machen, bevor sie wieder am Beckenrand sind. Da bewährt sich gerade in kleinen Gärten eine Gegenstromanlage, erklärt der Experte. Bei der Länge und Breite kann die Poolgröße reduziert werden, doch bei der Tiefe des Beckens sollte es keine Kompromisse geben. Zu 1,50 Meter bis zum Grund rät Biesemann. Der Pool rückt in einer begrenzten Grundstücksfläche besonders in den Mittelpunkt, muss sich dabei aber in den Gesamteindruck des umliegenden Gartens einfügen. So lassen sich im Pool natürliche Elemente integrieren. Neben dem Schwimmbecken kann ein zweites Becken mit Bepflanzung angelegt werden. Bei einem Schwimmteich übernehmen ausschließlich Schwimmpflanzen wie die Seerose und Unterwasserpflanzen wie das Krause Laichkraut die Reinigung. Ihr Bereich wird Regenerationszone genannt. Diese muss ausreichend groß sein, um die Wasserreinigung gewährleisten zu können. Grundsätzlich sind solche Schwimmteiche auch in kleinen Gärten realisierbar. Mitunter muss die kleinere Regenerationszone mit mehr Technik-Aufwand aufgefangen werden.

Dunkle Beckenfarbe erzeugt wahren "Bergsee-Charakter"

Rohrkolben, Binsen, Chinaschilf und andere Gewächse als Umpflanzung geben auch einem Chlor-Pool einen gewissen Teich-Charakter. Die Beckenfarbe hilft außerdem: Dunkle Töne lassen das Wasser aufgrund der Lichtbrechung eher türkis wirken. Das hat dann etwas Bergsee-Charakter. Dagegen gibt ein hellgraues Becken dem Wasser einen mintblauen Ton, der eher mediterran wirkt. Hanfpalmen und Olivenbäume betonen das Flair. Bei begrenztem Platzangebot kann die Filteranlage in die Garage oder unter das Holzverdeck der Terrasse kommen.

Aber die kompaktere Größe des Pools kann über einen wichtigen Punkt hinwegtäuschen: Individuelle Planung und eine ausgeklügelte Integration in den kleinen Garten können solche Badeparadiese teuer machen. Ein Beckenkörper mit elektrischer Abdeckung und weiteren Elementen könne durchaus 30 000 Euro kosten, sagt Biesemann. Einen fertigen Bausatz, der in Eigenleistung zusammengebaut wird, gibt es schon für 5000 Euro. tmn