Haus und Garten

Finanzen Bei Ferienwohnungen fällt Spekulationssteuer weg

Steuerfreies Inventar

Berlin.Werden vermietete Ferien- oder Wohnimmobilien innerhalb von zehn Jahren verkauft, fällt für den Gewinn eine Spekulationssteuer an. „Das gilt aber nicht für die mitverkauften Möbel“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Nach einem Urteil des Finanzgerichts Münsters gilt das auch, wenn die Möbel zur Erzielung der Mieteinnahmen beigetragen haben.

Im konkreten Fall verkaufte der Kläger seine Ferienwohnung für 265 000 Euro, die er für knapp 200 000 Euro erworben hatte. Für die Vermietung hatte er die Wohnung für rund 29 000 Euro ausgestattet. Da Erwerb und Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist von zehn Jahren lagen und der Eigentümer die Wohnung vermietet hatte, fielen auf den Verkaufserlös Steuern an.

Einspruch möglich

Im Kaufvertrag wurde der Wert der Einrichtung inklusive Einbauküche auf 45 000 Euro veranschlagt. Für die Steuerberechnung berücksichtigte das Finanzamt auch diesen Verkaufserlös für das Inventar. Das war aus Sicht des Finanzgerichts Münsters falsch. Bei der Wohnungseinrichtung handle es sich um Gegenstände des täglichen Bedarfs und diese sind von der Besteuerung ausgenommen, so das Gericht.

Immobilienverkäufer, von denen das Finanzamt Steuern für den Gewinn aus mitverkauften Möbeln verlangt, können daher Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen. „Aus dem Kaufvertrag sollte allerdings hervorgehen, welcher Preis auf die Immobilie und welcher auf das Inventar entfällt“, so Klocke. tmn