Haus und Garten

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Stilsicher

Archivartikel

Ein erster neuer Trend heißt Hollywood Regency. Der Stil ist aber, wie schon so oft zuletzt, ein Comeback eines alten Trends. Wobei dieser bislang vornehmlich in den USA zu Hause war. Der Name zeugt von seiner Abstammung: In den 1940er und 1950er Jahren entwickelten Inneneinrichter den Stil für Schauspieler und Produzenten Hollywoods, die ihren Reichtum stilvoll zur Schau stellen wollten. Kurz gesagt: Er schafft eine Prise Glamour im Alltag. Auffällige Schwarz-Weiß-Muster treffen auf satte Farben und Spiegelflächen. Man richtet sich mit Lack, Chrom, glitzernden Details und Art-déco-Elementen ein. Doch keine Sorge: „In der Reinkultur werden das nur wenige Trendsetter leben“, betont die Trendanalystin Nicolette Naumann. „Aber Hollywood Regency lässt sich in den Hygge-Stil gut integrieren, indem man einzelne Statement-Pieces in die aktuelle Einrichtung holt.“ Zum Beispiel kann das ein glamouröserer, schicker Samt-Sessel sein, der die bestehende Sitzgruppe im Wohnzimmer ergänzt. Auch farbige Accessoires bieten sich dazu an, den skandinavischen Stil in etwas Bunteres und etwas Üppigeres zu überführen. Oder wie wäre es mit einem goldenen Akzent? Hollywood Regency ist daher kein Hygge 2.0 – keine Weiterentwicklung des Trends. „Das geht zu weit davon weg“, betont Naumann. Sie freut sich über die Abkehr von dem Wohnstil, der uns in ungewöhnlich großer Verbreitung begleitet hat: „Wir hatten gut fünf Jahre Hygge. Jetzt kommt auch wieder das Bedürfnis, etwas anderes zu sehen – zum Beispiel mehr Farbe.“