Haus und Garten

Torfhaltige Blumenerden schaden der Umwelt

Archivartikel

Torf ist ein geschätzter Bestandteil vieler Blumenerden. Denn Torf ist nährstoffarm, hat einen sauren pH-Wert und gute physikalische Eigenschaften, die Pflanzen entgegenkommen. Doch der Abbau des Materials schadet der Umwelt.

Moore setzen sich aus Torf zusammen, und durch den Abbau wird der Lebensraum von hoch spezialisierten Tieren und Pflanzen zerstört. Außerdem binden Moore große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid, das durch den Abbau freigesetzt wird und zum Klimawandel beiträgt. Umweltexperten und Naturschützer raten Hobbygärtnern daher, besser alternative Substrate ohne Torf zu kaufen.

Entsprechende Produkte gibt es im Fachhandel und in Läden mit fair und umweltfreundlich produzierten Waren, aber auch bei einzelnen Baumarktketten und Supermarkt-Discountern, wie ein Einkaufsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, zeigt.

Viele Anbieter haben torffreie und torfhaltige Erden im Programm. Man sollte also nicht nur der Marke vertrauen, sondern muss das Kleingedruckte anschauen, raten die Experten. Torffreie Erden haben immer Hinweise wie „torffrei“ oder „ohne Torf“ auf der Verpackung und in der Online-Produktbeschreibung. Mit „bio“ hat das nichts zu tun. Auch wenn Produkte mit dem Wort „bio“ vermarktet werden, kann in ihnen nach wie vor Torf stecken, so der BUND.

Wichtig zu wissen: Selbst in „torfreduzierten“ oder „torfarmen“ Erden können bis zu 80 Prozent Torf enthalten sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich auf der Verpackung über die Zusammensetzung des Substrates informieren. Beachten sollte man das alles auch beim Kauf von Komposterden, denn bei ihnen kann Torf ebenso beigemischt sein.

Torffreie Alternativen bestehen aus Kompost, Rindenhumus und Holzfasern wie Kokos oder Nadelhölzern, so der BUND. Die weiteren Beigaben variieren je nach Hersteller und können etwa Tonminerale und Lavagranulate für die Wasser- und Nährstoffspeicherung und Xylit für den pH-Wert sein. tmn