Haus und Garten

Von Tauchbad bis Humus: Tricks für den Sommer-Garten

Archivartikel

Verblühtes zurückschneiden und je nach Wetter kräftig gießen – so kommen Hobbygärtner gut durch die heiße Jahreszeit.

Blütenduft schnuppern, Obst und Gemüse frisch ernten und an lauen Sommerabenden draußen sitzen – der Sommer ist die Gartensaison Nummer eins. Und da die meisten größeren Arbeiten, wie etwa Umpflanzen und Säen, im Frühjahr anfallen, bleibt mehr Zeit dafür, die Blumen und Pflanzen zu genießen.

Ein paar kleinere Arbeiten müssen Gartenbesitzer natürlich dennoch erledigen. Die Gartenexperten von „Blumen – 1000 gute Gründe“ haben praktische Tipps, wie man sich den Sommer im Ziergarten schön macht.

Bei den Stauden geht es jetzt vor allem darum, den Blütenflor zu verlängern. Dafür ist es eigentlich immer gut, Verblühtes auszuknipsen. Und es hat auch etwas Entspannendes, mit einer Schere durch den Garten zu schlendern und Rosen, hohen Phlox oder Sonnenauge auszuputzen.

Zur zweiten Blüte anregen

Andere Pflanzen wiederum regt man mit einem Totalrückschnitt zu einer zweiten Blüte an. Zu diesen sogenannten remontierenden Arten gehören zum Beispiel Steppen-Salbei, Spornblume und Rittersporn. Die Pflanzen sollte man nach dem Verblühen etwa eine Handbreit über dem Boden abschneiden und düngen. Frauenmantel, Kaukasusvergissmeinnicht und Storchschnabel kann man ebenfalls komplett zurückschneiden, damit sie wieder gleichmäßig dicht nachwachsen. Es reicht aber auch aus, lediglich die alten Blütentriebe zu entfernen, um im Herbst eine leichte Nachblüte zu erhalten.

Mehr Arbeit mit Kübelpflanzen

Wer viele Kübelpflanzen hat, muss im Sommer etwas mehr arbeiten: Oleander, Margeriten oder Engelstrompete benötigen viel Wasser. Je nach Topfgröße und Hitze kann man sie morgens und abends durchdringend gießen. Bei kleineren Töpfen ist ein Tauchbad ideal, bei dem sich der Ballen richtig mit Wasser vollsaugen kann. Darüber hinaus brauchen die Blühwunder auch mehr Nährstoffe, als die Kübelerde hergibt. Am besten düngt man sie einmal wöchentlich mit Flüssigpräparaten.

Insgesamt gilt beim Wässern im Garten: Lieber seltener und dafür kräftig gießen, als dauernd nur ein bisschen.

Das Wasser sollte dabei direkt an den Wurzelballen gelangen und nicht großflächig über Erde und Blätter verteilt werden. Die beste Zeit zum Gießen ist der sehr frühe Morgen oder späte Abend.

Darüber hinaus kann man den Boden so pflegen, dass er Feuchtigkeit besser hält: Gelockerter Boden nimmt Wasser besser auf und speichert es länger, mit einer Abdeckung aus Mulch oder Humus schützt man ihn zusätzlich vor Verdunstung.

Und grundsätzlich kann man dafür Brauch- oder Regenwasser besser verwenden, als kostbares Trinkwasser zu verbrauchen. Ansonsten sollte man jetzt die schöne Zeit auf Terrasse und Balkon nutzen. red

Info: Mehr Infos gibt es unter: www.1000gutegruende.de