Haus und Garten

Mieterschutz Verband warnt vor Video-Besichtigungen

Wohnung persönlich begutachten

Archivartikel

Berlin. Wohnungsbesichtigungen werden derzeit mitunter per Video angeboten. Eine solche Online-Besichtigung ersetzt aber nicht den Ortstermin, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB). Nur die reale Besichtigung ermöglicht einen umfassenden Eindruck der Wohnung. Interessenten sollten sich daher immer selbst ein Bild von dem Angebot machen, bevor sie einen Mietvertrag unterschreiben.

Kaution erst zu Mietbeginn zahlen

Ist die Anmietung der Wohnung nur ohne tatsächliche vorherige Besichtigung möglich, raten Experten Mietern dazu, die Kaution nicht vor Mietbeginn zu bezahlen. Denn der Mieter kann nicht sicher sein, ob die online besichtigte Wohnung und der angebliche Vermieter wirklich existierten. Rechtlich darf der Vermieter die Kaution ab Beginn des Mietverhältnisses in drei Monatsraten verlangen.

Mieter hat Widerrufsrecht

Verschweigt der Vermieter dem Mieter vor Abschluss des Vertrages wesentliche Mängel der Wohnung, zum Beispiel Schimmel oder defekte Fenster, ist der Mieter unter Umständen berechtigt, den Vertrag anzufechten und Schadenersatz zu verlangen. Konnte der Mieter die Wohnung nur online besichtigen und schließt er dann per Mail, Brief oder telefonisch einen Mietvertrag ab, steht ihm gegebenenfalls auch ein Widerrufsrecht zu, sollte die Wohnung nicht dem entsprechen, was sich der Mieter aufgrund der Online-Besichtigung vorstellen durfte. dpa