Haustiere

Sommer Auch Tiere brauchen Hilfe gegen Hitze

Viel Wasser und ein kühler Platz

Archivartikel

Bonn.Im Gegensatz zu Menschen können viele Tierarten nicht schwitzen. Stattdessen regulieren die meisten Heimtiere ihren Wärmehaushalt über Trinken und Hecheln, teilt der Deutsche Tierschutzbund mit. Deshalb ist jederzeit verfügbares frisches Trinkwasser wichtig.

Der Hundeauslauf sollte an heißen Tagen in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Glühend heißer Asphalt kann zu Verbrennungen an Hundepfoten führen. Ob die Oberfläche des Gehsteigs zu heiß für die Pfoten des Tieres ist, lässt sich mit dem „Sieben-Sekunden-Test“ prüfen. Darauf weist die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hin.

Test bei heißem Asphalt

Für den Hitze-Test müssen Hundehalter sieben Sekunden lang ihren Handrücken auf die Oberfläche halten. „Wenn sie es nicht durchhalten, ist die Hitze des Untergrundes für Hundepfoten zu hoch“, erklärt Heimtierexpertin Sarah Ross. Zuhause kann ein Hundepool die nötige Abkühlung bringen.

Katzen bevorzugen dagegen ein schattiges Plätzchen im Garten oder ziehen sich gern ins kühlere Badezimmer oder den Keller zurück. Wer Kaninchen oder Meerschweinchen im Außengehege hält, sollte dafür sorgen, dass sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Hilfreich sind auch kleine Häuschen. Zusätzlich für Kühlung sorgen Steinplatten oder feuchte aufgehängte Tücher.

Und wie erkennen Tierhalter eine Überhitzung? Erste Anzeichen sind starkes Hecheln und Unruhe. Dann heißt es, dass Tier sofort aus der Hitze zu bringen, nasse Handtücher um die Gliedmaßen zu wickeln. Bei lebensgefährliche Kreislaufproblemen - sie zeigen sich durch Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, stark gerötete oder sehr blasse Schleimhäute, flache Atmung, verlangsamte Reaktionen, apathisches Verhalten oder gar Bewusstlosigkeit - heißt es: ab zum Tierarzt. tmn