Heddesheim

Heddesheim Beim Storchentag spenden Liebhaber für die weitere Erhaltung des Vogelparks

1000-Euro-Spende kommt Tieren zugute

„Da ich sehr oft im Vogelpark bin, weiß ich, was die Mitglieder hier für eine tolle Arbeit leisten“, erzählte Bruno Krämer, der den Verein für Vogelzucht- und Pflege mit einer 1000 Euro-Spende unterstützte. Er wählte sich zur Übergabe den Storchentag im Vogelpark aus. Der Tag ist inzwischen für viele Heddesheimer Bürger ein Familientag, der Besuch im Vogelpark obligatorisch. Bewundert wurde die neue Teichanlage, die in den vergangenen Wochen erstellt wurde. „Die Anlage ist immer in Schuss, da weiß ich, wo das Geld landet“, sagte Krämer.

17 Altstorchenpaare sind inzwischen auf der Heddesheimer Gemarkung heimisch. Dazu kommen etwa 30 Jungstörche. Im Herbst haben fünf Mitglieder von uns das Storchennest im Park bei den Teichen abgeräumt. Es war bereits 1,50 Meter hoch. „Zunächst mussten wir ein Gerüst von acht Meter Höhe bauen, um das schwere Nest sicher bearbeiten zu können.

„Insgesamt haben wir zehn Schubkarren mit Material weggefahren“, berichtete Jörg Landenberger, der 2. Vorsitzende des Vogelvereins. Die Fundstücke im Nest waren ein Beispiel dafür, was die Menschen alles in der Natur wegwerfen. „Damen-Top, Plastiktüten und Kordel, Ackerfolie und Handschuhe lagen im Nest“, so Landenberger. Nach der Putzaktion blieb auf dem Mast nur noch das Gittergerüst, so dass die Altstörche nach ihrer Rückkehr sofort wieder mit dem Nestbau begonnen haben.

Stolz zeigt der 2. Vorsitzende die neue Infotafel, auf der Grundlegendes über das Leben der Störche nachzulesen ist. Etwa zwei Monate bleiben die Jungstörche im Nest und werden von den Alten ernährt. Wenn die Landwirte ihre Äcker pflügen, lernen die Jungstörche, wie man Mäuse fängt“, erklärte Landenberger. „Sie fliegen bis zu 50 Kilometer weit auf der Suche nach Nahrung. Bei uns geht es ihnen gut“, weiß Landenberger.

20 Helfer im Einsatz

„Wir leiden beim heutigen Storchentag zwar etwas unter der schwülen Hitze, aber unsere Stammkunden kommen, um wieder eine Patenschaft zu übernehmen“, sagte Landenberger, der mit 20 Helfern im Einsatz war. Bei Kaffee und Kuchen und zünftigen Bratwürsten, ließ es sich in der „Birkenallee“, auf dem Weg vom Vereinshaus zum Feuchtbiotop, im Schatten sehr gut aushalten.

„Uns geht die Arbeit nicht aus, es gibt immer etwas zu tun. Dazu sind wir auf Spenden angewiesen, um unseren Gästen den gewohnt informativen Eindruck unserer Vogelwelt bieten zu können“. Der 2. Vorsitzende dankte alle Helfern, auf die sich der rührige Vorstand des Vogelvereins wieder einmal verlassen konnte.