Heddesheim

Heddesheim Ausschuss billigt Umnutzung einer ehemaligen Bäckereifiliale / Großes Wohnhaus in der Belfortstraße sorgt für Diskussion

Bald gibt’s Döner statt backfrischer Brötchen

Dort, wo bis vor wenigen Wochen die Ludwigshafener Großbäckerei Görtz ihre Gäste im Café bewirtete, gibt es künftig Döner und andere Spezialitäten. Der Bauausschuss des Heddesheimer Gemeinderates hat die Pläne eines Gastronomen in der Unterdorfstraße gebilligt, der Teile davon bereits realisiert hat.

„Die Innereien bleiben weitgehend erhalten“, erläuterte Christian Pörsch vom Bauamt der Gemeinde. Was bisher bereits Gastraum war, soll es auch künftig sein. „Unklar war, wie sich die Abluftanlage auswirkt“, räumte er ein. Doch nachdem das Rohr aus Stahl bereits angebracht sei, habe er keine Bauchschmerzen mehr, sagte Pörsch. Die Anlage sei zwar nicht schön, aber erforderlich. Man könne sie von der Straße aus auch nur an einer Stelle sehen. Sie sei ansonsten hinter dem Kamin versteckt. „Auch vom Dorfplatz aus ist das nicht dramatisch“, rundete er seine Beurteilung ab. „Wir hätten baurechtlich auch keine handhabe dagegen“, ergänzte Bürgermeister Michael Kessler. Die Problematik von Abluftanlagen könne immer wieder aufkommen, denn immer dann, wenn umgebaut oder umgenutzt werde, müssten solche Anlagen installiert werden. Der Ausschuss billigte das Vorhaben schließlich einstimmig.

Für etwas längere Diskussionen sorgte der geplante Neubau eines Wohnhauses auf einem 1500 Quadratmeter großen Grundstück in der Belfortstraße. Christian Pörsch sprach von einer sehr modernen Architektur. Er nannte das Gebäude „relativ geschickt proportioniert“. Es sei „groß aber nicht wuchtig“ und füge sich „noch“ in die Umgebung ein. Das nämlich ist Voraussetzung für eine Genehmigung in dem Bereich, für den es keinen Bebauungsplan gibt.

Gemeinderat Klaus Schuhmann von den Grünen bewertete das Vorhaben als „architektonisch gelungen“, seine SPD-Kollegin Karin Hoffmeister-Bugla attestierte dem Neubau einen gewissen Charme, weil er die vorhandenen Fluchten einhalte. Zwei Geschosse seien auf jeden Fall zulässig, ergänzte Bürgermeister Kessler. Mit seiner vorgesehenen Höhe liegt das Gebäude noch unter mehreren anderen um Umfeld. Dass Terrasse und Schwimmteich einen größeren Teil des Geländes beanspruchen, sei für die Beurteilung des Projektes unerheblich. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu, die Genehmigung muss nun das Landratsamt erteilen.