Heddesheim

Heddesheim Gemeinderat vergibt letzte Aufträge für Erweiterung der Hans-Thoma-Schule

Bald Strom vom Mensadach

Die Kinder sind in den großen Ferien, die Hans-Thoma-Schule ist eine riesige Baustelle. Vor dem Hauptgebäude steht der Rohbau des neuen Traktes mit Mensa und Klassenräumen, dahinter die neue Turnhalle. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause weitere Aufträge für die beiden Teile der Grundschulerweiterung vergeben.

Der Neubau der Turnhalle hatte im Januar begonnen und ist nach Angaben von Bauamtsleiter Jürgen Beck inzwischen zügig vorangeschritten. Der Rohbau steht, derzeit wird die Fassade mit Dämmstoff versehen. Als letzte Vergabe stand jetzt die Gebäudeautomation an. Dazu zählen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für Heizung und Lüftung. Damit wird die Firma Grothues aus Leimen betraut. Rund 42 000 Euro kosten die Arbeiten, 13 000 Euro mehr als geplant. Trotzdem stimmte der Rat der Vergabe zu. Insgesamt kommt der Neubau der Turnhalle damit auf rund 2,1 Millionen Euro, wie Bürgermeister Michael Kessler mitteilte. Unter dem Strich rechnet er mit Mehrkosten in Höhe von 200 000 Euro.

Ein Betrag, den die Gemeinde gerne reduzieren würde. Deshalb will sie bei den Tiefbauarbeiten rund um die Sporthalle noch einmal mit Anbietern verhandeln. Nördlich der neuen Halle ist ein neuer Parkplatz für 16 Pkw geplant, der von der Wasserbettstraße aus zugänglich ist. Außerdem sol es künftig einen Fußweg zwischen Parkplatz und Schule geben, der an der Halle entlangführt.

Auf dem Rohbau des Schul- und Mensagebäudes sind in der vergangenen Woche die Deckenelemente über dem dritten und letzten Geschoss aufgebracht worden. Darauf will die Gemeinde eine Photovoltaikanlage installieren. Der Auftrag dafür geht an die Viernheimer Firma Elektro Helfrich für knapp 45 000 Euro. Der Strom, den die 30-Kilowatt-peak-Anlage liefert, soll teilweise selbst genutzt und teilweise ins Netz eingespeist werden. Dadurch erwartet die Verwaltung eine jährliche Einsparung von 3500 Euro. „Damit dürfte sich die Anlage bereits nach einer kurzen Laufzeit von rund 15 Jahren amortisiert haben“, kalkuliert das Rathaus. hje